Eine Fassade als Brand – Intersport

28. März 2018 Mehr

Geschäftsfassaden sind Visitenkarten, sie sollen Aufmerksamkeit erregen, sie stellen den Blickkontakt mit dem möglichen Kunden her, sie animieren zum Eintreten. Ein gutes Marketingkonzept versucht das mit Ungewöhnlichem, mit Auffallendem zu erzielen. Seit den frühen 90er-Jahren hat der bekannte Sportartikelhersteller Adidas seine Verkaufsphilosophie verändert und vermarktet seine Artikel mit dem Slogan „Everything that is essential. Nothing that is not“.

 

Verkaufsraum Intersport Bründl

 

Der Produzent hat es sich zum Ziel gesetzt, seine Philosophie zum Kunden zu transportieren und dazu gehören eben die Geschichte, die Entstehung und die Story um ein bestimmtes Produkt – in diesem Fall der EQT (sein Merkmal ist das keilförmige Profil) – herum. Also arbeitet er mit sogenannten Pop-Up-Stores, nur temporär genutzten Verkaufsflächen, um alles über die Philosophie des EQT zu zeigen. Der oben erwähnte Slogan und die exakt formulierte Verkaufsstrategie drücken sich auch in den architektonischen
Konzepten der Läden aus.

Einer der letzten und neuesten Pop-up-Stores befindet sich in Südkorea in Seoul. Das Büro der URBANTAINER Co., Ltd hat ihn entworfen und gestaltet. Auf 495 Quadratmeter wird mit 8 mm Filmen in alten Braun Fernsehern, Fotos von berühmten Fotografen und einem Archivturm aus Acryl, in dem alle Exemplare der Serie ausgestellt sind, ein Eindruck über die Story, die Herstellung und die Highlights der Erfolge vermittelt. Das ganze Storekonzept beruht auf der Mischung aus Ausstellung und Verkaufslokal. Der Pop-Up-Store befindet sich in einem alten fabriksähnlichen Gebäude und hat eine Breite von über 20 Meter. Jedoch tritt nur ein Teil mit ca. sechs Meter in Erscheinung, alles andere versinkt im Grau des Hintergrundes.

Diese sechs Meter breite Eingangsfront ist grell mit rosa Neonlicht beleuchtet und in ihr führt ein drei Meter breiter „Eingang“ schlauchartig ins Innere. Er dient gleichzeitig auch als Lieferzone. Die Fassade besteht aus einem einfachen Metallregal, vollgepackt mit Schuhkartons und einer indirekten Beleuchtung in Rosa. Es ist sowohl die Anmutung eines Basars, wie auch das Improvisierte und die ungewöhnliche Beleuchtung, die den Ort attraktiv machen. Auch ein Beispiel, wie mit einfachsten Mitteln ein interessanter Laden architektonisch gestaltet werden kann.

 

 

Fotos:©Young Kim_Indiphos

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Kategorie: News, SHOP-ARCHITEKTUR

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