Die Gartenkammer

24. April 2014 Mehr

Der Wohnraum dieser Architektur in Belgien ist eigentlich ein Gartenraum. Er besteht aus einem hölzernen Skelett, das mit Polykarbonatplatten verkleidet ist. Die Hüllform nimmt die Proportionen der anderen – ehemalig – landwirtschaftlichen Gebäude auf dem Grundstück auf. Nur bildet sie einen optischen Kontrast zu den mit Ziegeln gedeckten Backsteinbauten in ihren Rot- und Brauntönen.

Das Resultat dieses Baus von Architekt Indra Jandra ist ein ‚Hofgefühl‘, das sich aus der typisch belgischen Situation des Bauernhofes ergibt – man ist drinnen und doch im Freien. Die Holzkonstruktion zeichnet während des Tages verschiedene Linien auf die Platten der Außenverkleidung. So ändert sich das Erscheinungsbild fast im Minutentakt, vor allem bei Sonne.

 

Die Architektur ist solid und doch fragil, sie schimmert bei Tag und leuchtet bei Nacht. Gleichzeitig wurde ein weiterer alter Schuppen – diesmal ein Ziegelbau – ebenfalls einer neuen Nutzung zugeführt: Sauna, WC, Dusche und Schwimmbecken sind nun beinhaltet. Für den Architekten stellt das Projekt keine Restaurierung, sondern eine ‚Neuorientierung‘ dar. Die verschiedenen Gebäude stellen eine eklektizistische Auffassung in der zeitgemäßen Architektur zur Schau. Alt und Neu – wie eine Fotosynthese der ländlichen Architektur Belgiens.

 

 

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Kategorie: Nachrichten

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