ÖFHF: Lange Lebensdauer der VHF überzeugt

21. Oktober 2015 Mehr

Eine aktuelle Studie der Donau-Universität Krems bestätigt, dass bei einem Vergleich der Lebenszykluskosten die VHF gegenüber den WDVS auf eine Sicht von 50 Jahren auch finanziell attraktiv ist.

Die höheren Errichtungskosten einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) im Vergleich zu Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) amortisieren sich bei einer entsprechend langen Nutzung.
Das ist eine der wesentlichen Erkenntnisse einer aktuellen Studie des Departments Bauen und Umwelt der Donau-Universität in Krems. DI Dr. Helmut Floegl hat die wissenschaftliche Untersuchung geleitet und plädiert dafür, dass zukunftsfähige Gebäude auf mindestens 50 Jahre Lebensdauer geplant werden sollten.

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Vis. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Helmut Floegl
Leiter des Zentrums für Immobilien- und Facilty Managment

„Wir sind kulturell stark geprägt in Intervallen von 30 Jahren zu denken“, erklärt Floegl,
„das hat mit dem Denken in Generationen zu tun. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es jedoch vermehrt wichtig, dass entsprechende Bauteile länger halten. Mit Material- oder Bauteilbilanzen kann man feststellen, welche Teile zu tauschen sind und welche belassen bleiben können. Diese Denkweise beginnt sich erst langsam zu etablieren.“

Kostenwahrheit entsteht durch Betrachtung des Lebenszyklus
In ihrer Studie hat die Donau-Universität für ein fiktives Wohngebäude mit L-förmigem Grundriss die Lebenszykluskosten für vier VHF und zwei WDVS-Systeme analysiert. Die Lebenszykluskosten-Berechnung erfolgt streng nach der ÖNORM B 1801-4. Die in den Rechnungen eingesetzten Kosten beruhen auf konkreten Angeboten, die Rechenannahmen sind durch Expertenbefragungen und eine umfassende Literaturrecherche abgesichert.
Die Errichtungskosten aus diesen Angeboten liegen bei den betrachteten VHF-Varianten zwischen 120,- und 230,- Euro pro Quadratmeter Fassade (exkl. USt). Die Streubreite innerhalb der vier VHF-Varianten ist durch die Materialwahl der Fassadenverkleidung begründet. Selbst wenn im direkten Vergleich das WDVS mit EPS lediglich knapp 70,- Euro/m², und WDVS mit Mineralwolle knapp 100,- Euro/m² auf den ersten Blick deutlich weniger kosten, so ergeben die Lebenszykluskosten über 50 Jahre ein anderes Bild:
Bei einer ordentlichen mängelfreien Ausführung ohne starker Verschmutzung und ohne grobe Schadensfälle betragen die Lebenszykluskosten der VHF im betrachteten Szenario zwischen 184,- und 313,- Euro/m², die Lebenszykluskosten der WDVS hingegen zwischen 263,- und 320,- Euro/m² Fassade.
Bei lebenszyklischer Betrachtung sind es also qualitative Kriterien, die entscheidend sind.

Leitmotive für die Wahl der Fassade sind unter anderem:
Ob das System ein gefälliges Erscheinungsbild mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten bietet, ob die Fassade langfristig in optisch wie funktionell optimalem Zustand bleibt und sich leicht reinigen lässt bis hin zur Integration eines wirksamen Graffiti-Schutzes. Diese Eigenschaften werden von VHF Fassaden optimal erfüllt. Mit der Studie wird also klar gezeigt, dass die Wahl des Fassadensystems keine Kostenfrage ist.

Text: ÖFHF
Foto:
(c) Donau-Universität Krems

Kontakt & mehr Infos
Österreichischer Fachverband für hinterlüftete Fassaden (ÖFHF)
Campus 21, Europaring F15/303
2345 Brunn am Gebirge
Telefon: 01/ 890 38 96
Web: www.oefhf.at

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Kategorie: News

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