Roboter und Selfies

5. April 2017 Mehr

In dem 110 Jahre alten Departmentstore „Au Pont Rouge“ in St. Petersburg, Russland, hat das in Hongkong ansässige Architekturbüro Cheungvogl eine Ausstellung rund um ein roboterbasiertes Warenverkaufssystem installiert.
Die Architekten haben das historische Gebäude renoviert und die Kuppel wiederhergestellt. In der Ausstellung ist die Implementierung eines von Robotern bedienten Systems, das die Erfahrungen des Käufers mit historischen, architektonischen, kulturellen und technologischen Werten begleiten und erweitern soll, zu sehen.

 

Au Pont Rouge Cheungvogl

 

Der Bereich ist von sämtlichen Lagermöglichkeiten oder Warenhandhabungen frei gehalten, entfaltet so das volle Potenzial einer Warenpräsentation und die Käufer können den bedienungslosen Komfort des automatischen Systems genießen.

 

Cheungvogl

 

Alle Logistik, Verpackung, Lieferung findet lautlos und unsichtbar im Hintergrund statt. Mittels einer mobilen Applikation werden die Gegenstände gescannt, zum virtuellen Warenkorb hinzugefügt und nach dem Kauf wird der Auftrag zur Auslieferung weitergeleitet. Die klassische Verkaufshandlung zwischen Kunde und Personal wird von einer informativen Beratung mit starkem Fokus auf menschliche Interaktion und intellektuellen Austausch ersetzt. Es entsteht ein neuer Standard des Services.

 

Cheungvogl

 

Zusätzlich haben die Planer auch einen „Selfie Raum“ hinzugefügt. Er befindet sich im SPA und Behandlungsbereich des Departmentstores und ist der Kunst der Selbstdarstellung gewidmet. Es ist ein Ort des Ausprobierens und Testens. Der Besucher fühlt sich sowohl als Direktor als auch als Modell des selbst kreierten Images. Der Raum hat eine lange Spiegelwand, in der sich ein bogenförmiges Netzgewebe zum Filtern des indirekten Lichtes spiegelt. Der Raum ermöglicht Bilder mit Gesichtern ohne Schattenbildungen.

 

Cheungvogl

 

Hier kann der Kunde den Drang zur Selbstdarstellung, Selbstinszenierung und anschließender Vermarktung im Internet voll und ungestört ausleben. Es entstehen 15 Minuten lange Geschichten, welche anschließend auf den diversen Social-Media-Kanälen veröffentlicht werden können. Der Werbeeffekt für die diversen Labels, Brands und Modeketten ist beachtlich.

 

Fotos: ©Cheungvogl

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Kategorie: News, SHOP-ARCHITEKTUR

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