So wohnt Architekt Mark Hofstetter

15. Dezember 2016 Mehr

Wohngesund und regional bauen.
In einem kleinen Weiler in der Schweiz realisierte Architekt Mark Hofstetter aus Glarus sein Eigenheim aus Holz. Die lokale Individualität der Architektur hat über Jahrhunderte regionale Identität gestiftet. Um diese zu erhalten, ist es heute umso wichtiger, bei der Nachverdichtung im ländlichen Raum überlieferte Bauformen aufzunehmen und diese zeitgemäß zu interpretieren.

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Genau in diesem Sinne hat er sein selbst genutztes Domizil als Klimaholzhaus entworfen: Bis auf das betonierte Kellergeschoss sind Wände, Decken und Dach komplett aus formstabilen, massiven Brettsperrholz-Rippen- und Kastenelementen aufgebaut. Sie bieten für die hohen Anforderungen an moderne Häuser eine technisch und bauphysikalisch geprüfte, sichere und dauerhafte Lösung.
Der Aufbau der Außenwand passt sich den spezifischen Schichten einer Gebäudewand an. Die massive Holzwand auf der Innenseite wird auf der Außenseite von einer diffusionsoffenen Membran umhüllt und geschützt, nach innen steht sie mit dem Raumklima in Kontakt. Darauf folgt dann die Wärmedämmung aus natürlichen Dämmstoffen. Die auf einer kreuzweisen Konterlattung angebrachte rohe Holzschalung sorgt für Hinterlüftung und schützt die Dämmung vor der Witterung. Zwischendecken in der Architektur zeichnen sich durch besonders guten Schallschutz aus. Dazu wurden die Deckenzwischenräume, nachdem alle Leitungen verlegt worden sind, mit einer losen Schüttung befüllt.

 

Das massive Dachelement ist der Abschluss des Holzhauses. Durch das firstparallele Verlegen der einzelnen Scheiben kann die statische Last über die Giebelwände abgetragen werden. Dies ermöglicht eine hohe Freiheit in der Erstellung des Wunschgrundrisses.
Die gesamte Gebäudekonstruktion ist so konzipiert, dass ihr Massivholzkern seine natürlichen raumklimaregulierenden Fähigkeiten optimal ausspielen kann: Temperatur und Luftfeuchte behalten ein behagliches Niveau und schaffen ein Raumklima, das Atemwegsbeschwerden und Allergien vorbeugt. Durch die massive Bauweise, den mehrschichtigen Wand- bzw. Dachaufbau und entsprechende Verschattungsplanung herrscht auch an heißen Sommertagen eine angenehme Kühle im Inneren.

Fotos: ©Frank Brüderli

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Kategorie: News