„Sofiensäle Neu“ feierlich eröffnet

3. Dezember 2013 Mehr

(c) Ludwig Schedl

Nach dem verheerenden Brand vom 16. August 2001 wurden die Sofiensäle seit 2011 von der ifa AG, einem Unternehmen der Soravia Group, revitalisiert. Auf einer Nutzfläche von 12.000m² entstehen seither auf dem Areal der Sofiensäle zusätzlich zum originalgetreu wieder hergestellten Festsaal 68 Wohnungen, ein Gastronomiebetrieb, ein Hotel, ein Fitness-Center, bestens ausgestattete und vielseitig verwendbare Veranstaltungsräume sowie 125 Tiefgaragenplätze.

Die Kosten der Neugestaltung belaufen sich auf rund 50 Millionen Euro. Heute, am Abend des 2. Dezember 2013 werden die Sofiensäle in neuem Glanz durch Bürgermeister Michael Häupl und Erwin Soravia, CEO der ifa AG eröffnet. Mit dem prachtvoll renovierten Festsaal und dem vielfältigen Infrastruktur-Angebot erfährt das Viertel rund um die Marxergasse starke Belebung und vielfältige Impulse.

Bis vor kurzem waren in der Marxergasse 17 noch die Denkmalschutz-Experten am Werk: Sowohl der 700 m² große Festsaal, über Jahrzehnte hinweg pulsierendes Zentrum des Wiener Ball- und Event-Geschehens, als auch die ursprüngliche Fassade der „Sofie“ in der Marxergasse sowie der Eingangsbereich und das Stiegenhaus wurden in enger Zusammenarbeit zwischen Denkmalamt, Stadt Wien und der ifa AG detailgetreu wiederhergestellt. In einer spannenden Symbiose aus historischer Bausubstanz und moderner, funktionaler Architektur entsteht mit der neuen „Sofie“ ein neues und außergewöhnliches Zentrum im 3. Bezirk, das Wohnen, Kultur, Freizeit und Kulinarik stimmungsvoll miteinander verbindet. Ermöglicht wurde die Sanierung durch das Bauherrenmodell der ifa AG von insgesamt 109 Investoren, die sich zusammengeschlossen haben, um die Sofiensäle wiederzubeleben. Mit Ihrer Investition haben sie den wichtigen Beitrag für das Fortbestehen des Wiener Kulturdenkmals geleistet.

(c) Bernhard Schramm

Häupl: „Historisches Kulturgut gerettet“

Nach Jahren der Ungewissheit über die Zukunft der Sofiensäle freut sich Wiens Bürgermeister  Michael Häupl ganz besonders über die gelungene Sanierung: „Wien bekommt mit den neuen Sofiensälen einen seiner traditionsreichsten Baujuwelen zurück. Die neue ‚Sofie“ zeigt eindrucksvoll, wie es gelingen kann, historisches – und stark beschädigtes – Kulturgut zu neuem Leben zu erwecken. Ich danke für das Engagement aller Beteiligten und wünsche Bewohnern und Besuchern schöne Stunden an diesem historischen Platz“, so Bürgermeister Häupl.

Ab sofort kann der neue Festsaal mit seinen 1.250 m2 (inklusive Nebenräumen) für Kunst- und Kulturveranstaltungen genutzt und gebucht werden. Für Anfragen und Infos stehen die Homepage www.sofiensaele.com sowie Facebook zur Verfügung. „Wir haben für die Sofiensäle in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und dem Bundesdenkmalamt ein neues Konzept entwickelt, mit dem wir sowohl die historischen Räumlichkeiten zu neuem Leben erwecken konnten, als auch dringend benötigten Wohnraum für Wien geschaffen haben, eingebettet in hochwertige Infrastruktur-Angebote“, so Erwin Soravia, CEO der ifa AG und Initiator des Sanierungsprojektes. „Besonderer Dank gebührt dabei den 109 Investoren für das Projekt, ohne die diese Sanierung nicht realisierbar gewesen wäre. Wir freuen uns riesig darüber, dass es gelungen ist, hier in der ‚Sofie’ Wohnen, Kultur und Freizeit im Herzen der Stadt in einem attraktiven Umfeld zusammenzuführen.“

(c) Bernhard Schramm

Das Prunkstück Festsaal
Im ersten Stock der Sofiensäle befindet sich der legendäre Festsaal – der von Musikgrößen wie Johann Strauß und Herbert von Karajan bis Falco bespielt wurden. Am 16. August 2001 lösten Flämmarbeiten am Dach des Hauptsaales den Großbrand aus, der die Deckenkonstruktion zum Einsturz brachte und einen Teil des großen Saals zerstörte. Nun wurde der Saal gemäß den behördlichen Auflagen in alter Schönheit renoviert und mit einer modernen Glas-Stahl-Konstruktion überdacht.

68 Wohnungen – gefördert sowie frei finanziert
Um auf die Wohnbedürfnisse von Singles, Pärchen und Familien einzugehen, stehen auf insgesamt 5.250 m² Nutzfläche Wohnungen unterschiedlicher Größen zur Verfügung – neben 47 geförderten Wohnungen auch 21 frei finanzierte Wohnungen. Die Miete für die geförderten Wohnungen beträgt ca. sieben Euro/m² netto; für die frei finanzierten Wohnungen liegt sie bei ca. zwölf Euro/m². Den Bewohnern eröffnen die neuen Sofiensäle eine hervorragend erschlossene Infrastruktur – nur ca. 1,4 Kilometer Luftlinie vom Stephansdom entfernt, in unmittelbarer Nähe von U-Bahn, ÖBB, City Airport Train und vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten.

Fast alle geförderten Wohnungen verfügen über einen Balkon bzw. Loggia oder Zugang zur Terrasse, eine komplett eingerichtete Küche mit Ceran-Kochfeld, Parkettboden sowie Fußbodenheizung. Die Wärme- und Warmwassererzeugung erfolgt ökologisch über die Fernwärme Wien. Im Tiefgeschoss des Gebäudekomplexes wurden 125 Parkplätze geschaffen. Ein Teil der Wohnungen wurde durch das Wohnservice Wien vergeben, mit der Vergabe der restlichen Wohnungen wurde die IS Vermittlungs GmbH beauftragt. Die geförderten Wohnungen sind bereits vergeben; einige der frei finanzierten Wohnungen im Dachgeschoß sind noch verfügbar und unter www.is-makler.at abrufbar. Die Errichtung der insgesamt 47 geförderten Wohnungen im Areal der Sofiensäle wurde mit Mitteln der Stadt Wien im Ausmaß von rund 2,7 Mio. Euro realisiert.

(c) Bernhard Schramm

Mehrwert für Stadt und Anrainer
Von Anfang an hat die Stadt Wien großes Interesse an der Sanierung und Wiederherstellung des Festsaals gezeigt; dies hat das Ziel des Projektes geprägt, nachhaltigen und kulturellen Mehrwert für die breite Öffentlichkeit zu schaffen. Dem internationalen Trend folgend, werden in der Marxergasse 17 künftig private Veranstaltungen die Auslastung der traditionellen und nun mit allen technischen Finessen einer hochmodernen Kunst- und Kultur-Veranstaltungslocation ausgestatteten Sofiensäle erhöhen. Der neue Festsaal bietet dabei die Möglichkeit für Galadiners bis zu 400 Personen. Darüber hinaus können auch das historische Foyer sowie der Salon im 3. Obergeschoss, mit prachtvollem Ausblick auf den Festsaal, für unvergessliche Abende genutzt werden. Der Ausbau der Sofiensäle als vielseitige Kulturinstitution wurde von der Stadt Wien mit rund 2 Mio. Euro aus der Kulturförderung unterstützt.

Mit dem Restaurant „The Room“, einem John Harris Fitness-Studio und einem Hotel der neuen Ruby Hotelkette entsteht neue städtische Infrastruktur, die auch den Anrainern des 3. Bezirks zur Verfügung stehen und deren Lebensqualität verbessern wird. Das neue Lokal „The Room“ im Erdgeschoß, samt großzügigem Schanigarten, wird vom zukünftigen Betreiber der Sofiensäle, der Firma Sofiensäle Gastronomie & Event GmbH, geführt und soll im Jänner 2014 eröffnen. Eigentümer der GmbH ist der Geschäftsführer von Fusion Events und Betreiber der Babenberger Passage, Joachim Bankel. Das Ruby Hotel sowie das großflächige John Harris Fitness-Studio im Erdgeschoß der Sofiensäle eröffnen im März 2014 und werden ab diesem Zeitpunkt für zusätzliche Frequenz in den Sofiensälen sorgen.

Das Buch zur Geschichte
Zur Eröffnung erscheint das Buch „Die Wiener Sofiensäle, vom russischen Dampfbad zum modernen Wohn- und Kulturbau“, das die Geschichte der Sofiensäle seit ihrer Errichtung im Jahr 1838 wiedergibt. Auf 192 Seiten spannt es einen schillernden Bogen über die vielfältigen Phasen und Verwendungszwecke der Sofiensäle und ist gleichzeitig ein Spiegel des Kultur- und Musiklebens in Wien über mehrere Jahrhunderte hinweg. Denn: Zahllose Kulturschaffende von Weltrang haben in den Sofiensälen ihre Spuren hinterlassen: Von ihren Architekten August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll, die später auch die Wiener Staatsoper planen sollten, über die Musiker- und Komponistenfamilie Johann Strauss Vater und Sohn bis hin zu den Wiener Philharmonikern und Herbert von Karajan, die etwa 20 Jahre lang die herausragende Akustik der Sofiensäle für Schallplattenaufnahmen nutzten. Ab den 1980er Jahren schließlich zog die internationale Pop-, Rock- und Clubbingszene ein, ehe die bildende Kunst die Brandruine der bedauernswerten „Sofie“ kreativ für sich entdeckte.

Herausgegeben von der SoArt GmbH erscheint das Buch „Die Wiener Sofiensäle, vom russischen Dampfbad zum modernen Wohn- und Kulturbau“, im Christian Brandstätter Verlag und ist ab sofort im Buchhandel erhältlich (Richtpreis: € 39,90).

(c) Bernhard Schramm

Ausstellung zeigt seltene Ton- und Filmdokumente
Im Jänner 2014, also exakt 176 Jahre nach der erstmaligen Eröffnung durch Franz Morawetz, wird auf Basis des Buchs eine umfangreiche Ausstellung zur Geschichte der Sofiensäle eröffnet. Sie wird den Wienerinnen und Wienern die Möglichkeit bieten, ihre neue Sofie zu besichtigen und wird die turbulenten Zeiten und die prägendsten Ereignisse in der legendären Location mit seltenen Ton- und Filmdokumenten wieder zum Leben erwecken.

„Sofiensäle Neu“ als Bauherrenmodell
Das Bauherrenmodell, ein Spezialbereich der in Linz ansässigen ifa AG, hat die Revitalisierung der Sofiensäle erst möglich gemacht: Im Falle der Sofiensäle investierten rund 109 Investoren in das Projekt welches von der ifa AG entwickelt wurde. Die ifa AG ist der Pionier im Bereich Bauherrenmodelle und seit mehr als 35 Jahren der Spezialist für Sachwertanlagen. Seither wurden rund 400 Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1,6 Mrd. Euro realisiert. Seit 2008 ist die ifa AG eine 100-prozentige Tochter der Soravia Group.

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Kategorie: News

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