Podiumsdiskussion des Ausschusses Nachhaltigkeit am 3. März: „Nachhaltiges Planen und Bauen – ohne JournalistInnen?”

19. Januar 2010 Mehr

„Nachhaltigkeit“ ist heute eines der am meisten missbrauchten Wörter. In jeder Nachrichtensendung oder Tageszeitung hört oder liest das aufmerksame Publikum dieses Wort. Keine Politikeransprache kommt ohne den Terminus „Nachhaltigkeit“ aus – mitunter in höchst unterschiedlicher Bedeutung. Und was genau bezeichnet „nachhaltiges Bauen“? Vielfach wird nachhaltiges Bauen heute mit Klimaschutz und/oder Energiesparen gleichgesetzt. Wer kennt sich da noch aus? Und was bedeutet diese Irritation für die Arbeit von ArchitektInnen und IngenieurkonsulentInnen? Worin liegt der Nutzen nachhaltigen Bauens für Umwelt, Gesellschaft und die einzelnen KonsumentInnen? Was kostet Nachhaltigkeit jetzt und was wird es in Zukunft kosten, wenn das Kriterium Nachhaltigkeit nicht erfüllt wird?

 

MarketingberaterInnen und LobbyistInnen haben das Thema Nachhaltigkeit auch außerhalb des Bausektors für sich entdeckt und sind bemüht, es für ihre Interessen einzusetzen. Manche fordern im Rahmen ganzheitlicher Betrachtungen ein Denken in Lebenszyklen. Dadurch entsteht die besondere Herausforderung für Fachmedien und -journalistInnen „in den Dschungel der Nachhaltigkeitsbegriffe eine Informationsschneise zu schlagen“, so Peter Maydl, Vorsitzender des Ausschusses Nachhaltigkeit der bAIK.

Das Problem ist den ExpertInnen der europäischen Normung wohl bewusst: Im derzeit in Ausarbeitung befindlichen Regelwerk für nachhaltiges Bauen sind auch Spezifikationen dafür vorgesehen, wie das Thema Nachhaltigkeit B2B (Business-to-Business) und B2C (Business-to-Consumer) kommuniziert werden kann. Welche Rolle kommt dabei den JournalistInnen zu, was können wir von ihnen erwarten und was nicht? Wie sollen die Informationen aufbereitet und notwendigerweise auch komprimiert werden, um verständlich und doch nicht verfälscht bei den Zielgruppen anzukommen? Welchen Beitrag können ArchitektInnen und IngenieurkonsulentInnen leisten, um diesen Kommunikationsprozess zu erleichtern? Darüber wird in einer Expertenrunde am Podium und mit dem Publikum diskutiert.

Anmeldung bis 2. März erbeten unter:
Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
Christine Steiner, Tel: 01/505 5807-33, Fax: 01/505 3211
E: christine.steiner@arching.at 

Moderation: Dr. Peter Huemer
Journalist und Historiker

Save the date:
Mo., 17. Mai 2010, 19 Uhr:
„Nachhaltiges Planen und Bauen – ohne Stadt- und Raumplanung?“
Die Veranstaltung findet ebenfalls im Event Center der Erste Bank statt (Petersplatz 7 / 6. Stock, 1010 Wien).

Kategorie: Tagesaktuelles

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