Vertical City

22. Dezember 2016 Mehr

Vertical Times.
In unserer Zeit der stark wachsenden und hyperverdichteten Urbanität gibt es viele Theorien rund um das Konzept der kompakten Stadt. Wie man sie organisiert, ihre Dichte und Diversität mit möglichst großer Effektivität optimiert, den ökologischen Fußabdruck klein hält, Land- und Energieverbrauch reduziert.

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Stadt bedeutet oft Raumnot, vor allem in den sogenannten Megacitys. Als man 100architects fragte, ob sie ein Konzept für die Verbindung von öffentlichen Funktionen und Umgebungen, wie man sie in urbanen Parks vorfindet, am Times Square in NY entwickeln wollten, kam ein überraschendes Ergebnis zustande. Es war eine innovative Idee in der momentanen Stadtlandschaft und bietet mehr Platz sowohl für Bürger wie auch für Touristen. Der Grundgedanke ist die Verwandlung eines Platzes in einen lebenswerteren und freundlicheren, aber doch noch sehr urbanen Ort. Erzielt wird das durch Vertikalität und Dichte.

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Der Hauptgedanke liegt in der senkrechten Stapelung (und damit Multiplizierung) der für öffentliche Erholung benötigten Flächen. Sie werden in einem urbanen Objekt kompakt gestapelt, genauso wie NY aufgrund mangelnder Bodenressourcen vertikal gewachsen ist und ergeben einen vertikalen Park. Es wird nicht länger die große horizontale Ausdehnung für Erholungsräume benötigt, sondern ein eher vielschichtiger Metabolismus mit einer wesentlich geringeren Auswirkung auf den Bodenverbrauch erzeugt. Der Körper passt sich auch besser an die vertikalen Volumina der Architektur an und stellt gleichzeitig eine veritable Landmark in der Stadt dar.
Sechs Ebenen, die sich vertikal bis zu einer Höhe von 55 Meter erstrecken, bilden die Struktur. Die ersten beiden Ebenen sind den Kindern zum Spielen gewidmet. Die nächsten beiden enthalten die Grünflächen und Erholungsräume. Die beiden Obersten sind für ein Restaurant im fünften und eine Skybar im sechsten Stock reserviert.

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Die Struktur besteht aus einer Kombination von Stahl und Stahlbeton, basierend auf einer zentralen Stahlbetonsäule, die lastabtragende Funktion hat. Auch der Lift ist in ihr untergebracht. Radiale Stahlträger unterstützen die einzelnen Plattformen mit ca. zwölf Meter Durchmesser. An der Außenseite des Zylinders angebrachte Verbindungsstäbe fangen etwaig auftretende Vibrationen ab.
In der Draufsicht nimmt das Objekt nur 113 m2 Fläche ein, steht aber auf einer wesentlich kleineren Grundfläche, da ja nur die zentrale Säule den Boden berührt.

Grafik: ©100architects

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Kategorie: News, Projekte