Wir bauen „burgenländisch“?

5. Februar 2015 Mehr

 

Wirtschaftskammer-Recherchen bringen auf der vom Land Burgenland geförderten Großbaustelle in Müllendorf Ungeheuerlichkeiten ans Tageslicht.

Eisenstadt (OTS) – Initiativen wie „Bau fair“ oder „Wir bauen burgenländisch“ klingen wie blanker Hohn in den Ohren vieler burgenländischer Gewerbebetriebe. Wirtschaftskammer-Recherchen haben ergeben, dass auf einer Großbaustelle im nordburgenländischen Müllendorf nicht nur fast ausnahmslos ungarische Firmen tätig sind, sondern dort auch eine Reihe von Gesetzesübertretungen vorliegen. „Wir werden eine Sachverhaltsdarstellung samt Fotodokumentation bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft zur Anzeige bringen“, kündigt Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth an.

Konkret wurde auf der Baustelle noch keine Bauplakette ausgestellt, weil zu Baubeginn gar keine Gewerbeberechtigung vorlag. Ebenso fehlt die Befugnis für die Elektroinstallationsarbeiten. Und die angeführte „kft“ hat weder eine Gewerbeberechtigung noch eine Eintragung im Dienstleisterregister.

Nemeth: „Dieses Beispiel macht einmal mehr deutlich, wie sehr politische Ankündigungen und Realität auseinanderliegen. Wir brauchen im Burgenland eine neue Kultur, nämlich weniger Schmähparaden und mehr echte Unterstützung für die bestehenden Betriebe.“

Text: APA OTS

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Kategorie: News

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