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architektur Ausgabe 02/2014

magazin Architektur und Fotos: Arch. DI Dietmar Hammerschmid, HPSA ZT GmbH Parken unter einer Lichtskulptur Das Parkdeck mit einer Kapazität von 250 Stellplätzen befindet sich direkt vor dem Haupteingang des Linzer Flughafens. 2010 wurde das Parkdeck in einem zweiten Bauabschnitt erweitert. 30 aneinander gereihte trichterförmige Membranen mit Einzelausmaßen von 11x18 m überdachen derzeit eine Gesamtfläche von 6040 m². Die Bauherren forderten eine leichte Konstruktion, 16 die einfach erweitert und im Falle eines Parkhausbaus schnell und kostengünstig demontiert und an einem anderen Standort wieder aufgebaut werden kann. Durch die innenliegende Membrane bleibt dem Besucher die Stahlkonstruktion verborgen. Die sich über den Tagesverlauf verändernden und auf der Membran abzeichnenden Schattenwürfe, lassen die Tragstruktur jedoch erahnen. Stütze, Dachhaut und Entwässerung werden zu einer bauplastischen Einheit. Als Dachhaut kommt eine Membran aus PVC beschichtetem Polyestergewebe mit 10% Lichttransmission und 7% Solartransmission zum Einsatz. Dadurch bleibt der Parkplatz hell und ein Überhitzen der abgestellten Fahrzeuge wird verhindert. Die Stahlrahmen, an denen später die Trichtermembranen befestigt wurden, konnten großteils schon am Boden zusammengebaut und mit einem Autokran in die entsprechende Position befördert werden. Mittels Zug-Druck-Stäben wurde die Stahlrahmenkonstruktion von den 15 Stahlsäulen abgehängt. Nach Befestigung der Membranen an der Stahlrahmenkon- struktion mittels Kederschienen, wurden die textilen Trichter durch einen Stahlring mit Gewindestangen so gespannt, dass die Membranen im Winter dem Schneedruck standhalten. In den Nachtstunden wird das Bauwerk durch das reflektierende Verhalten des Materials zu einer Lichtskulptur. Jede Stütze wird von vier Bodeneinbauleuchten angestrahlt, durch die Krümmung der Trichtermembranen wird das Licht gleichmäßig im Raum verteilt.


architektur Ausgabe 02/2014
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