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architektur Ausgabe 02/2014

magazin 20 Fotos: Victoria Murillo / Istmophoto.com Ein bunter Haufen Wie ein Haufen unabsichtlich liegen gelassener Plastikteile oder Kinderspielzeug - das ist die Anmutung des Biomuseo, entworfen von der Architekturgröße Frank Ghery in Panama. Dieses Museum soll die Geschichte des Isthmus von Panama erzählen, und wie (sehr) diese Tatsache die Natur - wie wir sie kennen - verändert hat. Seit 2010 arbeiten ein Stab von Architekten, Designern und eine wissenschaftliche Gemeinschaft an der Entwicklung des Projektes, das einen neuen Zugang zur Naturgeschichte des Isthmus und seiner Biodiversität geben soll. Das Gebäude hat acht Galerien und die Hauptausstellung trägt den Titel: ‚Panama: Brücke des Lebens‘. Für 40.000 Studenten wird es jedes Jahr - kostenfrei - Wissen und Erziehungsprogramme anbieten. Es ist das erste Gebäude, das der berühmte Architekt in Lateinamerika entworfen hat. Es ist, wie viele seiner anderen auch, eine Mischung aus zeitgenössischen Kunstaspekten und einer Skulptur. Man kann in ihm viele Einflüsse und Referenzen der lokalen Kanal-Architektur und Kultur wie auch Hinweise auf die Biodiversität erkennen: Farben, Dächer und architektonische Formen. Der Bau lenkt den Blick auf die Landschaft und integriert sie auch. Mit seiner Positionierung an der Einfahrt des Kanals scheint er wie ein Schiff zu schwimmen und explodiert förmlich in Farben. Das Museum wird 2014 eröffnet.


architektur Ausgabe 02/2014
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