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architektur Ausgabe 02/2014

magazin Das Bildnis des Hauses? In Almere, Holland hatten 12 Teams die Möglichkeit, über einen Wettbewerb ihre Entwürfe 24 für ein experimentelles Wohnprojekt auf einer offenen Lichtung in einem Wald zu realisieren. Fotos: Jeroen Musch Das Gebäude, das die aus Amsterdam stammenden Architekten Johan Selbing und Anouk Vogel gestaltet haben, fügt sich nahtlos in die Umgebung ein, da die Fassaden aus komplett verspiegeltem Glas bestehen. Einzig der Türgriff schaut vor und markiert den Eingang. So wird das kleine Haus fast unsichtbar und zeigt eigentlich nur das Bild der Umgebung auf seiner Außenhaut, manchmal betrachtet auch ein freilaufendes Huhn sein Spiegelbild. Eigentlich sieht man nicht das Abbild des Hauses, sondern nur die umgebende Natur oder sich selbst. Das Projekt von Selbig und Vogel verhindert den Blick ins Innere, das Material bewirkt eine Camouflage und gibt den Bewohnern somit eine Art von Privatheit. Das Gebäude sollte so kompakt wie möglich sein, mit der Option, es an sich verändernde Lebenssituationen - im Dialog mit dem Kunden - anpassen zu können. Sämtliche Räume liegen auf einer Ebene, die leicht erhöhte Fußbodenfläche ermöglicht den Blick vom Wohnzimmer aus in den Wald. Schiebetüren, die in Wandschränken verborgen sind und lange Sichtachsen im Inneren lassen das Haus größer erscheinen. Die Wände sind aus Birkensperrholz gemacht - ein warmer, angenehmer Kontrast zu den glatten Glasfassaden.


architektur Ausgabe 02/2014
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