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architektur Ausgabe 02/2014

INTELLIGENTE FASSADE 46 Ein dreigeschossiger Wintergarten an der Ostseite wird von Balkonen durchschnitten, diese bilden einen Reserveraum für alle möglichen Nutzungen. Der Wintergarten selbst wirkt wie ein thermischer und auch physischer Puffer gegen den multifunktionalen Spielbereich im Außenraum. Viele seiner Flächen sind unvollendet um weitere Gebrauchsvarianten zu ermöglichen. Schon der Haupteingang gibt dem Besucher den Eindruck von warmen, angenehmen Materialen, bemalten Holzflächen und einer lesbaren Zeichengebung für die Orientierung. Das weitläufige Innere des Hauses zeigt sich unbeeindruckt von der Anzahl der Benutzer - es passt sich kleineren Gruppen genauso an wie größeren Veranstaltungen. Die Konstruktion des Baus besteht aus kreuzweise verleimtem Holz, einem Material, das wegen seiner natürlichen Wärme und seiner Nachhaltigkeit gewählt wurde. Im Innenbereich sind die sichtbaren Holzflächen mit einer hellen, weißen Lasur gefärbt und stehen im Kontrast zu dem, in einem im Schachbrettmuster verlegten, warmgrauen Linoleum. In wichtigen (Schlüssel-) Bereichen findet man einen rustikal verarbeiteten Eichenboden. Die holzverkleidete Konstruktion wird in den Wänden und Decken in riesigen Öffnungen aufgelöst, diese bringen das Tageslicht herein und bieten auch lange Durchblicke durch das Bauwerk bis ins Freie, in die Landschaft. Die Außenhaut des Zentrums bildet ein leichtes, transluzentes Polykarbonat. Mit seinem gewellten Profil ist es gleichzeitig ein Regenschutz. Auf der Straßenebene, wo eine robustere Verkleidung gefordert war, verwendete man vorgefertigte, ultrahochfeste Betonpaneele, für die man als Gussform die darüberliegenden Polykarbonatplatten benutzte. Diese Kombination und Materialwechsel von lichtreflektierenden und lichtbrechenden Paneelen bildet eine elegante, vorhangähnliche Fassade, die von glänzendem Aluminium gefasst wird. (rp) Helle freundliche Farben und Holztöne bestimmen große Teile des Innenbereiches. Immer wieder geben große Öffnungen Sichtachsen und Durchblicke in die Natur frei.


architektur Ausgabe 02/2014
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