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architektur Ausgabe 02/2014

20 Jahre architektur 20 Jahre Fachmagazin architektur Zwei Jahrzehnte ist unser architektur nun jung – ein rundes Jubiläum, das wir mit dieser Ausgabe feiern. Und das nicht ohne Stolz, denn die ersten Jahre waren alles andere als einfach. Als architektur im Frühjahr 1994 erstmals im Orac-Verlag erschien, prognostizierten ihm viele keine lange Lebensdauer. Und sie hätten beinahe Recht behalten. Denn bereits 1996 drohte dem Magazin unter der Orac-Führung die Einstellung, wenn wir damals nicht Mut zum Risiko gezeigt hätten: Wir kauften die Titelrechte von Orac, gründeten den Laser Zeitschriftenverlag (seit 2000 Laser Verlag), in dem architektur bis heute verlegt wird. Zu architektur gesellten sich über die Jahre das Fachmagazin hotelstyle & gastro, das Fachmagazin shopstyle, die Planungshilfe, drei Online-Plattformen und ebenso drei E-Magazine. Im Rückblick war es zweifelsfrei ein mehrfach riskantes Unterfangen, in der globalisierten Medienwelt als Neuling einen Verlag zu gründen und sich zudem in einem Marktsegment behaupten zu wollen, an dem ein sonst erfolgreiches Verlagshaus 6 gescheitert ist. Warum wir es trotzdem geschafft haben, liest sich heute ganz einfach: Visionen haben, Ziele setzen, konsequent verfolgen und sehr viel arbeiten. Und sich vor allem nicht von Erfolgsverhinderern, unfairen Wettbewerbern und Besserwissern von seinem Weg abbringen lassen. Die erste Hürde war, dass wir 1996 für den Titelkauf trotz lückenlosem Businessplan keinen Cent (damals Schilling) von den Banken erhielten. Also haben wir eine Ratenvereinbarung mit dem Verkäufer getroffen, eisern gespart, am Tag recherchiert und Anzeigen verkauft, um dann in der Nacht im umfunktionierten Wohnzimmer zu schreiben, Bilder und Pläne zu scannen und zu bearbeiten. So sind viele Ausgaben von architektur entstanden – und so haben wir uns den Kaufpreis innerhalb des ersten Jahres sprichwörtlich vom Mund abgespart. Bei einem solchen Jubiläum ist es auch an der Zeit, sich bei den Mitstreitern zu bedanken. Denn unser Erfolg hat viele Väter und Mütter. Wie etwa Oskar Schmid, der den damals sehr jungen Verlag bis zu seinem Ruhestand als Konsulent und weiser Ruhepol viele Jahre unterstützte. „Ossi“ ist in der Architekturszene als Gründer von Architektur aktuell, das er von 1964 bis 1994 als Verleger geführt hat, und anschließend als Chefredakteur von architektur in der Orac-Ära bestens bekannt. Uns hat er dann mit stoischer Ruhe viel von dem vermittelt, was uns auf dem Weg vom Redakteur zum Verleger an Wissen und Fertigkeiten fehlte. Und natürlich haben wir auch unseren Mitarbeitern zu danken, denn hinter jedem unserer Magazine steht ein kollegial agierendes Team, welches mit vollem Einsatz hinter der Philosophie „Das Beste architektur“ zu produzieren arbeitet. Wir als Eigentümer gehen dabei so weit, den Verlag als Teil unserer Familie zu betrachten – mit unserem Sohn Andreas werkt die nächste Generation schon seit Jahren in unserem Team. Und so war es auch leicht, sich für durchaus lukrativ klingende Beteiligungs- und sogar Übernahmeangebote größerer Verlagshäuser in der Vergangenheit nicht zu interessieren. Was sich angesichts der vielen negativen Beispiele in unserem Wettbewerbsumfeld als besonders glücklich erwiesen hat: Es wurde gekauft, wieder verkauft,


architektur Ausgabe 02/2014
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