Page 68

architektur Ausgabe 02/2014

holzbau Haus im Bambuskorb Ein Stecksystem namens ‘jiigoku-gumi’ - es wird in der traditionellen japanischen Holzarchitektur verwendet - benutzte das Architekturbüro Kengo Kuma and Associated (KKA ), um die ‚Sunny Hills Japan‘ zu umhüllen. ‚Sunny Hills‘ ist der Name eines Geschäftes, das sich auf den Verkauf spezieller, aus Ananas hergestellter Kuchen spezialisiert hat. Es liegt in Omotesando, der Wohngegend 68 von Aoyama in Japan. Diese zweite Haut bildet mit ihrer systematischen Konstruktion - für östliche Kulturen nicht zufällig - eine Reminiszenz an einen Bambuskorb. Die Konstruktion wird in den ‘shoji’, den Schiebewänden der japanischen Häuser bei den Kreuzverbindungen der Gitterstäbe oft angewandt. So hat der Architekt ein Sprossensystem über 297 m2 der Fassade gezogen, bei dem die Teile eigentlich immer in einer Ebene verbunden sind, aber durch eine Drehung der 60 x 60-cm- Streben um 30 Grad ein dreidimensionales, ein räumliches Netz geschaffen, das sowohl dem Sonnenlicht eine Beleuchtung der Innenräume ermöglicht, als auch doch eine gewisse Intimsphäre bewahrt. KKAA schufen mit dieser Intervention eine sanfte, natürliche Atmosphäre, eine weiche Verbindung zu den Betonkuben der Wohnhäuser. So stehen nun die verpackten ‚Sunny Hills‘ optisch und sozial interessant inmitten der Wohnnachbarschaft. Fotos: KKAA


architektur Ausgabe 02/2014
To see the actual publication please follow the link above