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www.architektur-online.com SPLITTERWERK 79 Die zweite Wohnung nennen die Architekten die ‚Hamburger Wohnung‘ - eine multiinzidente Hülle, in der sich Funktionen ‚on demand‘ zuschalten lassen. Multiinzidente Hüllen sind schaltbare Gefüge, die mit Ereignissen angereichert sind. Die Nettonutzfläche dieser Wohnung beträgt 64 m2. Davon bilden 46 m2 eine Art funktionsneutrale Zone. Die verbleibenden 18 m2 sind durch Bad, WC, Garderobe, Küche und diverse Stauräume belegt. Weiters sind die Einrichtungen wie Tisch, Sofa und Bett Bestandteil dieses schaltbaren Gefüges. Allesamt sind sie getrennt voneinander zur Zone zuschaltbar. So entstehen über 46 m2 große Badezimmer, Küche, Ess- und Schlafzimmer. Bezieht man demzufolge die Flächenberechnung des Prototypen auf seine Einzelteile, ergibt das eine Wohnung mit einer Nettonutzfläche von 368 m2. Effizienz und Nachhaltigkeit kann durchaus auch gepaart mit gutem Design auftreten. Ökologisch richtig bauen, heißt eben nicht, auf Kreativität und Ästhetik verzichten zu müssen. (rp)


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