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14 architektur FACHMAGAZIN Magazin Architektonische Überraschung Länder wie der Iran und auch die Türkei, die man normalerweise eher durch kritische, negativ konnotierte Berichte in den Medien wahrnimmt, sind immer wieder für positive architektonische Überraschungen gut. Das beweist diesmal das ‘Afsharian’s House’ in Kermanshah/Iran, entworfen vom - in Teheran beheimateten - ReNa design studio. Fotos: Reza Najafian, Mohamad Hosein Hamzehlouei Gebaut ist es im Hinblick darauf, in späterer Zeit den Kindern der Familie eine eigene Wohneinheit im gemeinsamen Heim bieten zu können. Die daraus resultierende Architektur ist jederzeit vertikal erweiterbar. Die Geschosse müssten einfach in der Höhe dazu addiert werden. Das Haus, das sich wie eine Skulptur aus der Straßenfront entwickelt, ist von seiner simplen Holzfassade geprägt. Die Holzpaneele geben einfach – dort wo die vertieften Fensteröffnungen sitzen – nach hinten nach. Das zurückspringende Erdge- schoss und der in einem Spalt liegende Eingang geben sogar noch Raum für schmale Blumenbeete. Auf den insgesamt 312 m2 Wohnfläche (drei Ebenen) wird eine Materialpalette von Holz (wie die Fassade), Stahlbeton und unverputztem Ziegel verwendet. Im Inneren verbinden auf den oberen Ebenen ein Atrium und brückenähnliche Verbindungen die großzügigen Räume miteinander. Die Architektur gibt sich zeitlos und elegant, heute und für die kommende Generation.


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