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17 www.architektur-online.com Produkt News © www.d2-duscheck.at Die Brücke von übermorgen Mit einer Spannweite von 14 Metern, einer Breite von 1,8 Metern und einem Gesamtgewicht von nur 1.500 kg sowie einer Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren ist die erste GFK-Fiberglasbrücke Österreichs eröffnet worden. In Hörsching bei Linz, Naherholungsgebiet Rutzingersee wurde sie im Rahmen einer Brückenfeier am 13. Mai um 14 Uhr eingehoben und war nach etwa zwei Stunden auch schon für die Bevölkerung benutzbar. Die Konstruktion der Trogbrücke ist für eine Gleichlast von 400 kg/m2 ausgelegt und mit einer kolksicheren Fundierung errichtet. Dem österreichischen Familienunternehmen D2 Duscheck & Duscheck GmbH ist es gelungen, den Brückenbau in Österreich um eine komplett neue, innovative und dauerhafte Brückenbauweise zu bereichern. Für die Herstellung werden Glasfasern zu Strängen gebündelt, zu Matten verwebt und zusammen mit Epoxidharz in Form gebracht. Dieser Verbundwerkstoff ist außergewöhnlich leicht und sehr korrosionsbeständig. Im Pultrusionsverfahren entstehen daraus Konstruktionsprofile. Die Fügetechnik ist das Schrauben und Kleben. Die Chemikalienbeständigkeit, die thermische und elektrische Isolationsfähigkeit prädestinieren diese Konstruktionen aus GFK für Petrochemieanlagen, Kläranlagen und die chemische Industrie. Unterirdische Welten Nicht nur eingefleischten Cineasten sind die Wiener Kanäle (aus dem Orson Welles Film „Der dritte Mann“) bekannt. Österreich verfügt derzeit über ein unterirdisches Kanalnetz von über 100.000 Kilometer an öffentlichen Abwasserkanälen und rund 80.000 Kilometer an öffentlichen Wasserleitungen. Der Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) lud gemeinsam mit der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) zum „Expertenforum Betonbauteile im Tiefbau“ im Schloss Seggau in Seggauberg (Stmk) ein. Bautechniker, Zivilingenieure, Architekten, Planer und Vertreter der Politik und Betonindustrie diskutierten dabei über Umweltschutz, Infrastrukturausbau, Wirtschaftlichkeit und nicht zuletzt über den gesamtgesellschaftlichen Nutzen von Kanalisations- und Siedlungswasserbauprojekten. Technisches Highlight des Expertenforums war die Präsentation des Forschungsprojekts „Der Wasserwirt“, eine Kooperation zwischen Technischer Universität Graz, SW-Umwelttechnik, Industrietauchern der Nautilus Dive Company und der Holding Graz, bei der eine neuartige Unterwassermontage von Betonfertigteilen erforscht und in einem ersten Pilotversuch bereits umgesetzt wurde.


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