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architektur FACHMAGAZIN 56 Öffentliche Bauten Ein langer, unterirdischer Gang bindet nun auch das schon 2012 errichtete Skulpturendepot an. Im Anschluss an die Goldsammlung wurden eine Glas- und eine Miniaturensammlung unterirdisch angeordnet, beide werden über eine lange Rampe erschlossen. Auch diesmal sind keine Stiegen oder Lifte eingebaut worden, die Erschließung sämtlicher Räumlichkeiten erfolgt über Rampen und Gänge horizontal. Bei sämtlichen Maßnahmen lag ein Hauptaugenmerk darauf, Beziehungen nach außen zu ermöglichen. So sind punktuelle Oberlichten, ein Glasportal am Ende des langen Ganges oder die Schaffung eines dreieckigen Atriums am Ende der neuen Ausstellungshalle, wichtige (rp) Aspekte des Konzepts. Das Projekt wurde mit extrem niedrigen Baukosten realisiert. Ca. 1.600 €/m2 Nettonutzfläche inkl. Haustechnik sind für ein Museum ein Rekordwert. Das mag auch daran liegen, dass – wie bei der ersten Phase des Baus – eigentlich nur Kellerwände betoniert wurden. Aufwendige Fassadenlösungen sparte man sich einfach. Die Erweiterung wurde so angeschlossen, dass man als Besucher die Übergänge nicht spüren soll. So ist die ca. 15 Meter breite Öffnung zum neuen Bereich der dreieckigen Sonderausstellungshalle nicht als später gesetzte Maßnahme erkennbar.


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