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65 www.architektur-online.com Archea Associati Die runden Baukörper/Pavillons sind in der weitläufigen Landschaft wie hineingestreut angeordnet. Die einzelnen Bauwerke sind entweder mit den traditionellen chinesischen Ziegeln verkleidet, oder aus Stahlbeton, der in dekorative Basreliefs gegossen wurde. So wird auch eine Verbindung mit der Geschichte und der Kultur der Region sowie den verschiedenen Konstruktionsmethoden erzeugt. Verwitterteter Stahl bietet eine warme Ergänzung zu den grauen Oberflächen - er wird auch für tragende Säulen und dekorative Details im Inneren verwendet. Man findet ihn jedoch auch bei den großen Landschaftselementen, wie zum Beispiel den Brücken im Park, wieder. Das Büro für den Verkauf der Eintrittskarten ist in Form eines Ringes, von dem ein Teil – um den Eingang zu gestalten – entfernt wurde, gehalten. Der Eingang zum Gelände selbst ist komplett aus rostigem Stahl gefertigt und markiert wie ein verdrehter Bogen den Ort in der Landschaft. Breite Wege führen vom Tor zum Besucherzentrum, das in der Nähe eines VIP-Clubs und Verwaltungsbaus liegt – sie bilden einen Gebäudecluster mit ausgeprägt konkaven Dachformen. Das dahinter liegende Museum ist in einem Bau in der Form einer Acht untergebracht. Eine lange Stiege an jedem Ende ermöglicht den Besuchern den Aufstieg zu einer Aussichtsplattform am Dach. Baumähnliche Säulen im Inneren unterstützen die Decke, die wiederum von kreisförmigen Öffnungen durchbrochen ist – eine Analogie zu den Weintrauben. In diesen Öffnungen sind die Beleuchtungen untergebracht, während Fenster den Ausblick ins Freie durch ein dichtes Gitter, der an der Außenfassade des Bauwerkes angebrachten Stahlringe (Traubenform) ermöglichen. Das Innere des Besucherzentrums ist mit einer linearen Ziegelstruktur mit leichten tonalen Variationen ausgeführt. Sphärische Hängeleuchten sind über den Gehbereichen in verschiedenen Höhen von der Decke abgehängt.


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