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30 architektur FACHMAGAZIN Magazin Wohngesund und regional bauen In einem kleinen Weiler in der Schweiz realisierte Architekt Mark Hofstetter aus Glarus sein Eigenheim aus Holz. Die lokale Individualität der Architektur hat über Jahrhunderte regionale Identität gestiftet. Um diese zu erhalten, ist es heute umso wichtiger, bei der Nachverdichtung im ländlichen Raum überlieferte Bauformen aufzunehmen und diese zeitgemäß zu interpretieren. Fotos: Frank Brüderli Genau in diesem Sinne hat er sein selbst genutztes Domizil als Klimaholzhaus entworfen: Bis auf das betonierte Kellergeschoss sind Wände, Decken und Dach komplett aus formstabilen, massiven Brettsperrholz-Rippen- und Kastenelementen aufgebaut. Sie bieten für die hohen Anforderungen an moderne Häuser eine technisch und bauphysikalisch geprüfte, sichere und dauerhafte Lösung. Der Aufbau der Außenwand passt sich den spezifischen Schichten einer Gebäudewand an. Die massive Holzwand auf der Innenseite wird auf der Außenseite von einer diffusionsoffenen Membran umhüllt und geschützt, nach innen steht sie mit dem Raumklima in Kontakt. Darauf folgt dann die Wärmedämmung aus natürlichen Dämmstoffen. Die auf einer kreuzweisen Konterlattung angebrachte rohe Holzschalung sorgt für Hinterlüftung und schützt die Dämmung vor der Witterung. Zwischendecken in der Architektur zeichnen sich durch besonders guten Schallschutz aus. Dazu wurden die Deckenzwischenräume, nachdem alle Leitungen verlegt worden sind, mit einer losen Schüttung befüllt.


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