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architektur FACHMAGAZIN 88 Energie Der Wohn- und Essbereich orientiert sich nach Südosten, zum Meer und zum Garten. Die Küche richtet sich nach Süden zum Gemüsegarten hin und in der Attika über dem Wohnbereich befindet sich eine Terrasse mit Blick zum Meer. Deren große Glasfenster über dem Wohnbereich schauen nach Süden, um der Wintersonne die Gelegenheit zu geben, den inneren Teil des Hauses zu erwärmen. Gleichzeitig schützen die weiten Dachvorsprünge die Räume vor zu starker Sommerhitze. Jede Box hat große Öffnungen in Richtung der besten Aussicht und schmälere an der gegenüberliegenden Seite, um eine Querlüftung zu gewährleisten. So wird auch die Ost-West-Brise des Ortes bestens genutzt. Die südlich gerichteten Öffnungen sind stark zurückgesetzt, um die Wintersonnen hineinzulassen und im Sommer die Schattenwirkung zu nutzen. Die ost- und westgerichteten Öffnungen haben außen Fensterläden. Das Haus ist nach dem Standard des Passivhauses entworfen. Was jetzt wie eine einfache Aufzählung von „ohnehin bekannten Weisheiten“ klingt, ist aber in dieser Konsequenz beim Bauen eigentlich nur schwer durchzuhalten. Logische, aus Klima und Ökologie abgeleitete, aber in unseren Breiten oft missachtete Regeln, haben die Architekten sehr stringent umgesetzt und so eine maximale Energieeffizienz erzielt. Dazu wurde auch eine rigorose, infografische und thermale Studie erstellt um den optimalen Wärmeeintrag festzustellen: Maximierung im Winter und Minimierung im Sommer. u


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