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55 www.architektur-online.com ZOBOKI-DEMETER Architects Die größte Herausforderung für die Architekten war, einen öffentlichen Bereich in einer 15 Mio. Stadt, der menschlich ist und in dem sich Künstler wie auch Besucher wohl und zu Hause fühlen können, zu schaffen. Es galt, eine spezielle musikalische Erfahrung zu ermöglichen, in einer intimen Atmosphäre und mit „State of the Art“-Ausstattung und -Technik. Als Erstes überzeugten Sie die Auftraggeber, statt der 3.000 Sitze nur 1.400 Sitze in der Konzerthalle zu planen. Ebenso wie im Palast der Künste in Budapest gibt es im Nanshan Cultural Zentrum keine elektronischen Verstärker (wie sonst in China üblich). Die Umsetzung und Realisierung dieses Anspruches ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit dem Akustikexperten Federico Cruz Barney. Das akustische Volumen der Halle eignet sich genauso für eine Beethovensymphonie, wie für eine Chopinsonate. Jedes Stück findet hier die beste Tonumgebung vor. Eine weitere akustische und architektonische Feinheit ist die Entwicklung einer verstellbaren Decke. Durch sie ist es möglich, 7 bis 8 verschiedene Hallentypen in ein und demselben Raum zu kreieren. Die dynamischen Wellen der Balkongalerien mit ihren dicken Holzverkleidungen schaffen eine eigene visuelle Erfahrung. Die Konzerthalle wurde übrigens vom ‚Royal Liverpool Philharmonic Orchestra‘ eingeweiht. Die unterschiedlichen Ebenen der Halle sind mit bandartigen Wegen und Stiegen verbunden. u


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