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www.architektur-online.com Intelligente Fassade 71 Ein ähnliches Prinzip verfolgten dieselben Architekten bei einem früheren Projekt ihres Büros, diesmal in Barcelona. Hier erscheint die Fassade des „OMM Hotel“ wie eine Epidermis, eine Haut, die sich entlang vertikaler Risse oder Linien vom Volumen abschält. Die Aufbiegungen orientieren sich auch hier nach dem Lichteinfall, genauer gesagt, nach der Mittagssonne. Zusätzlich bilden sie einen Lärmschutzschirm und verhindern auch direkte Einblicke in die Zimmer. Das „Book Hotel“ der Capella García Arquitectura and SchmidArchitekten in München ist, wie schon sein Name suggeriert, von den Seiten eines Buches inspiriert. Die Fassade besteht aus weißen, wie Buchseiten gebogenen Blättern, die für die Hotelzimmer den Sonnenschutz bieten. Irgendwie denkt man bei diesem Anblick an das berühmte Fingerkino der Kindheit. Eine klassische aber organische Komposition, die sich dem Rhythmus der Straße anpasst und doch auch durch den chromatischen Purismus und den kinetischen Effekt der aufgebogenen Fensterstürze über den Öffnungen heraus sticht. Wie auch in einem Buch ist die Farbgebung schwarz/weiß mit einigen Grauschattierungen. © Rafael Vargas © Rafael Vargas © Florian Holzherr


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