Kernschmelze der Systeme

19. Mai 2015 Mehr

 

Die immer vielseitiger werdende Nutzung von Zweckgebäuden und die damit verbundenen komplexen Anforderungen verlangen nach Systemen, um all diese Komponenten in den Griff zu bekommen. Sowohl für den Nutzer wie auch für den Planer im FM-Bereich sind die Kostenfrage und der effiziente Betrieb von Immobilien eine Überlebensfrage. Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen können sich Facility Manager, Gebäudebetreiber, technische Leiter und Sicherheitsverantwortliche, aber auch Investoren und Planer auf Gebäudeautomationssysteme stützen, wie sie in Gewerbeimmobilien heute Standard sind.

 

 

Im Gegenzug macht sich im Gebäude auch jede Energieeinsparung positiv bemerkbar. Gesetzgeberische Vorgaben wie die europäische Energieeinsparverordnung (EnEV) und international anerkannte Gütesiegel für nachhaltiges Bauen wie Green Building, LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) oder DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e.V.) definieren Kriterien für Nachhaltigkeit sowie Öko- und Energieeffizienz über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes hinweg. Über Einsparungen im Betrieb hinaus wirkt sich die Einhaltung dieser Kriterien in der Immobilienwirtschaft auch grundsätzlich wertsteigernd aus.

Auch wenn entsprechende Systeme für sich genommen gut funktionieren – sie arbeiten als separate Gewerke, die auch separat gemanagt werden müssen. Die Probleme liegen auf der Hand: Die Kommunikation zwischen den Systemen ist bestenfalls ansatzweise möglich und sie erfordert einen hohen technischen und finanziellen Aufwand. Darüber hinaus ist der Schulungsaufwand bei mehreren unterschiedlichen Systemen hoch.
Einen Schritt weiter geht nun das Konzept eines integrierten Gebäudemanagements, das alle Gewerke und Funktionen in einer einheitlichen Plattform bündelt. Das bringt handfeste Effizienzvorteile, erhöht den Komfort und schützt Personen, Gebäude und Werte.

Mit der Gebäudemanagementplattform Desigo CC bietet Siemens seit Kurzem eine marktreife Lösung für das integrierte Gebäudemanagement. Die technische Voraussetzung dafür sind offene Schnittstellen auf der Basis branchenüblicher Kommunikationsstandards wie BACnet, ONVIF, DALI oder KNX. Bestehende und neue Systeme unterschiedlicher Hersteller lassen sich so problemlos in die Managementplattform einbinden, ebenso weitergehende Anwendungsprogramme, Teilsysteme oder auch einzelne Komponenten. Das Ergebnis ist entweder eine integrierte, homogene Systemlandschaft oder eine heterogene Systemlandschaft mit einer einheitlichen Bedienebene. Auch ein sukzessiver Ausbau bzw. modulare Erweiterungen sind möglich.
Wichtig zu wissen ist, dass es sich bei Desigo CC nicht um die Weiterentwicklung bzw. Funktionserweiterung einer bestehenden Plattform handelt, die Plattform wurde von Grund auf neu konzipiert. Sie bündelt und steuert zentral die Gewerke im Gebäude: Heizung, Lüftung und Klima, Beleuchtung, Beschattung, Raumautomation, Energiemanagement und Brandschutz sowie Sicherheitsdisziplinen wie Videoüberwachung und Einbruchschutz.

Als erste Plattform ihrer Art auf dem Markt setzt sie die gleichberechtigte Integration mehrerer oder aller Gewerke im Gebäude um. Sie bildet den Status der Gewerke in Echtzeit ab und steuert sie, wenn gewünscht auch remote. Das schafft Synergien und spart Kosten sowohl bei der Installation als auch bei der Schulung der Mitarbeiter, die nur noch für den Umgang mit einer Plattform trainiert werden müssen.
Besonderes Augenmerk haben die Entwickler auf die klare Struktur der Managementplattform gelegt. Die intuitive Bedienoberfläche zeigt neben einer hierarchisch aufgebauten Systemübersicht kontextsensitive Bereiche. Diese visualisieren die wichtigsten Eckdaten, bieten ergänzend thematisch verwandte Informationen und gewähren direkten Zugriff auf alle relevanten Funktionen. Ein durchdachtes Navigationskonzept führt schrittweise durch die anfallenden Aufgaben. Die Oberfläche lässt sich so konfigurieren, dass jeder Anwender nur diejenigen Informationen und Zugriffsmöglichkeiten erhält, die seiner Rolle und seinen Verantwortlichkeiten entsprechen.

Das System wächst darüber hinaus mit den Bedürfnissen: Zusätzliche Gewerke können der Managementstation bei Bedarf auch nach der Erstinstallation hinzugefügt werden.

 

Fotos: Siemens

 

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Kategorie: Kolumnen, Sonderthema

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