Trinkwasserhygiene als Planungsaufgabe

23. September 2026 Mehr

Öffentliche und gewerbliche Sanitärräume sind hoch beanspruchte Funktionsbereiche. Für Architekten und Fachplaner geht es dabei nicht nur um robuste Ausstattung, intuitive Nutzung und Wasserersparnis. Entscheidend ist ein Sanitärkonzept, das Trinkwasserhygiene, Nutzerhygiene, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit bereits in der Planung zusammenführt. Hier setzt das SCHELL Wassermanagement-System SWS mit der cloudbasierten Erweiterung SMART.SWS an.

 

 

Gerade in Gebäuden mit schwankender Nutzung – etwa Schulen, Sportstätten, Verwaltungsbauten, Hotels oder Gesundheitsbauten – können Ferienzeiten, temporäre Schließungen oder wenig genutzte Bereiche zu Stagnation in der Trinkwasserinstallation führen. Damit steigt das Risiko einer übermäßigen Vermehrung von Bakterien wie Legionellen. Der Erhalt der Trinkwassergüte erfordert einen regelmäßigen und vollständigen Wasserwechsel über alle relevante Entnahmestellen. Manuelle Stagnationsspülungen verursachen im Betrieb allerdings einen hohen Zeit-, Personal- und Kostenaufwand.

Hier setzt das SCHELL Wassermanagement-System SWS mit der cloudbasierten Erweiterung SMART.SWS an. Damit können elektronische SCHELL Armaturen vernetzt, programmiert, zentral gesteuert und dokumentiert werden. Das ist auch mit Blick auf die ÖNORM B 1921 relevant: Diese fordert für prioritäre öffentliche Einrichtungen ein Risikomanagement auf Basis eines Wassersicherheitsplans. SWS unterstützt dabei, Spülmaßnahmen und Betriebsdaten nachvollziehbar zu dokumentieren und den bestimmungsgemäßen Betrieb der Trinkwasserinstallation effizient umzusetzen. Über integrierbare Temperatursensoren sind Spülungen nicht nur zeit-, sondern auch temperaturgesteuert möglich. Denn neben der Nutzungsfrequenz hat auch die Wassertemperatur Einfluss auf die Trinkwassergüte.

 

 

Elektronische Armaturen als Teil des Hygienekonzepts

Auch auf Ausstattungsebene leisten elektronische Armaturen einen Beitrag zu hygienischen und ressourcenschonenden Sanitärkonzepten. Die berührungslose Auslösung vermeidet den Hautkontakt mit der Armatur, der Wasserfluss startet nur bei Nutzung und stoppt automatisch, sobald die Hände den Erfassungsbereich verlassen. Gegenüber regulären Einhebelmischern lassen sich mit elektronischen SCHELL Armaturen bis zu 70 Prozent Wasser einsparen. Gleichzeitig können sie automatische Stagnationsspülungen durchführen und damit den Erhalt der Trinkwassergüte im laufenden Betrieb unterstützen.

Der modulare Aufbau nach dem Baukasten-Prinzip macht das Wassermanagement-System für Neubauten ebenso wie für Sanierungen und Nachrüstungen im Bestand interessant. Erweiterungen bleiben möglich, wenn zusätzliche Entnahmestellen, Nutzungseinheiten oder Gebäudeteile eingebunden werden sollen.

 

 

Die Vernetzung erfolgt über den SWS-Server per Funk und/oder Kabel. Elektronische Armaturen werden zu Spülgruppen zusammengefasst und können an die Gebäudeleittechnik angebunden werden. SMART.SWS erweitert das System um den ortsunabhängigen Zugriff über PC, Tablet oder Smartphone. Betreiber und Facility Manager können mehrere Liegenschaften zentral überwachen, Armaturenparameter kontrollieren, Spülintervalle prüfen und Betriebsdaten auswerten. So wird die digitale Betriebsführung bereits in der Planung mitgedacht und später im Gebäudebetrieb nachvollziehbar.

 

SCHELL Austria ARMATUREN GmbH
T +43 (0)660 1611901
walter.berger@schell.eu
www.schell.eu

 

Kategorie: Produktnews, Sanitär