Licht und Wohnen

15. Mai 2020 Mehr

Im zweiten Bezirk in Wien hat ein junges Paar einen Teil einer ehemaligen Maschinenfabrik mit dem Ziel erworben, den loftartigen Raum in eine Wohnung zu verwandeln. Als Ausgangsbasis für die Umgestaltung standen dem Architektur- und Designbüro KLK für die Intervention eine Grundfläche von rund 100 m2, eine Raumhöhe von fünf Metern sowie eine Reihe von ornamentverzierten Stahlstützen aus der Jahrhundertwende zur Verfügung.

 

Loft TS Wien

 

Der Entwurf sah die Schaffung unterschiedlicher Wohnräume mit einem absoluten Minimum an architektonischen Eingriffen am Bestand vor. Auf dieser Planungsgrundlage entstanden Grundfunktionen bestehend aus Vorraum, Arbeitsraum, Küchenbereich mit angeschlossenem Wohnzimmer, dem Schlafzimmer mit großzügigem Badebereich und ein Gästezimmer.

Für diese Zonierung wurden die Räume lediglich durch drei miteinander verbundene Scheiben vonein­ander getrennt. Eine raumhohe Wandscheibe, eine halbhohe Scheibe und eine Bodenplatte als Galerie sind die einzigen konstruktiven und unterteilenden Elemente. Die lasttragende Stahlkonstruktion wurde mit simplen weißen Fliesen verkleidet. Auf diese Weise konnten diverse Funktionen auf wenig Fläche ineinander verschränkt werden. Die einzigen voll umschlossenen Räume sind die Toilette und ein zusätzlicher Stauraum.

Für das Interior-Design setzte das KLK Team, bestehend aus Jonathan und Fabian Lutter sowie Christian Knapp, auf ausgewählte, designorientierte Einrichtungselemente namhafter Hersteller. Abgerundet wird dieses Projekt durch das spezielle Lichtkonzept, das Illuminator Alexander Magyar nachfolgend erklärt.

 

Loft TS Wien

 

Einrichtungskonzept als Basis
„Wir leben in einer dynamischen Zeit. Eindrücke unterschiedlicher Intensität prägen unseren Alltag. Die Lichtplanung orientiert sich an den Bedürfnissen der Bauherren und unterliegt damit einem ständigen Veränderungsprozess, stellt Referenzen zu unkonventionellen Räumen her und interpretiert sie neu. Die Lichtgestaltung bei Loft TS geht auf das Einrichtungskonzept kompromisslos ein und spielt mit Kontrasten. Beleuchtet wird ausschließlich Notwendiges. Schatten werden generiert und als Designelement gekonnt eingesetzt. Als Werkzeug dafür wurden Halogen Vollspektrum Leuchten herangezogen, die den Anforderungen an Brillanz und Farbwiedergabe des Lichtplaners entsprechen. Akzente werden dabei auf Details gesetzt. So soll das Raumgefüge in der Wahrnehmung des Besuchers unterbewusst gegliedert werden“. 

 

 

 

 

Fotos: David Schreyer

 

 

Kategorie: Licht, Projekte

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