Futuristisches Raumlabor

21. September 2020 Mehr

Auf den ersten Blick ist nicht ganz klar, was den Besucher des neuen Concept Stores für den spanischen Verlag Cuadernos Rubio in Valencia  erwartet – Shop, Workshopraum oder doch eine Ausstellung. Das Studio Masquespacio entschied sich dafür, all das zu verknüpfen und gestaltete ein begehbares, kariertes Notizbuch mit neonfarbenen Highlights.

 

Cuadernos Rubio Concept Store in Valencia

 

Die Neugier, was sich im Inneren des Stores abspielt, wird schon durch die komplett verglaste Straßenfront geweckt. Zwei Elemente laden von dort aus zur Interaktion ein, der Innenraum soll dann auf ähnliche Weise entdeckt werden. Im Concept Store von Rubio spielen Präsentation und Interaktion zusammen. Zur Schau gestellt werden alle notwendigen Ausstattungen, rund um das Thema Schreiben und kreativ sein, von Lernunterlagen bis hin zum Notizbuch und Federpennal. Das aber nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, die beide gleichermaßen mit dem Entdeckungsparcour im Concept Store angesprochen werden sollen. Jeder Sortimentsbereich hat einen eigenen Raumbereich zugeordnet, durch den verschiedene Stationen entstehen. Die Besucherinnen und Besucher müssen dabei aktiv werden, um Rubio spielerisch kennenlernen zu können. Im Store wird also genau das propagiert, wofür die Marke selbst steht: didaktisches Erleben und Erlernen. Weiße Leuchtschilder kennzeichnen die unterschiedlichen Stationen, die sich an den Wänden befinden und auch als begehbare Objekte inmitten des Raumes stehen. So wird der Grundriss des Raumes, der von einem großen Bereich in einen sehr schmalen zusammenläuft, um dann wieder breiter zu werden, geschickt ausgenutzt und zu einem Erlebnisraum. Im hintersten Bereich des Stores befindet sich zusätzlich noch ein Workshopraum, wo Schreibkurse stattfinden.

 

Cuadernos Rubio Concept Store in Valencia

 

Weiße Fließen mit schwarzen Fugen erzeugen ein kariertes Muster an allen Wänden und Böden des Ladens. Dazwischen finden sich an ausgewählten Stellen immer wieder bunte Highlights – türkis, azurblau, sonnengelb und blattgrün. Diese treten vor allem durch gefärbte Glasflächen in Erscheinung und integrieren sich dadurch dennoch in das Raumgefüge. Durch die unterschiedlichen Präsentationsformen und die Gliederung in verschiedene Stationen hat der Showroom mehr etwas von einer Ausstellung als von einem Verkaufsraum. Deshalb ist die Bezeichnung Concept Store wohl am treffendsten, denn der gesamte Raum wirkt wie ein kariertes Notitzbuch, das voll an Ideen, Erlebnissen und Konzepten ist.

 

 

Fotos: Luis Beltran

 

 

Kategorie: Projekte, RETAILarchitektur

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