Ein imposanter Holzbau – Patch22

26. April 2017 Mehr

Alles aus Holz im Patch22

Der Wettstreit um den höchsten Holzbau der Welt geht unvermindert weiter. Einer der Spitzenreiter steht in Amsterdam in Holland. Patch22, entworfen von FRANTZEN et al, hat eine 30 Meter hohe, lastabtragende Struktur und ist komplett mit einer Holzfassade versehen, die hölzernen Säulen, Träger und Wände sind im Inneren der Wohnungen ebenfalls sichtbar belassen.

 

Patch22 Amsterdam

 

Den Brandschutz haben die Architekten einfach durch die entsprechende Dimensionierung der Holzteile gelöst. Im Brandfall verbrennt und verkohlt die äußere Schicht und schützt dann die Tragstruktur für weitere 120 Minuten. Es ist der erste Bau in Holland, der nach diesen Prinzipien errichtet wurde und so in einem Hochhaus die atmosphärischen Qualitäten des Naturmaterials Holz in den Innenräumen voll zur Geltung bringt.
Die einzelnen Wohnungen waren beim Verkauf vollkommen leer und haben ein sehr flexibles Layout. In den Hohlräumen der Decke und des Bodens können die Installationsauslässe genau nach Kundenwunsch realisiert werden. Die Bewohner können das ganz leicht selber durchführen, indem sie einfach die oberste Lage des Bodens entfernen. So können die Grundrisse nach persönlichen Wünschen gestaltet und auch nach Jahren unkompliziert wieder verändert werden.

 

Patch22 Amsterdam

 

Durch einen speziellen Vertrag über die Widmung des Grundstückes mit der Stadt Amsterdam ist es möglich, die Funktion des Gebäudes in einer zukünftigen Nutzung von Wohnzwecken komplett in Bürozwecke umzuändern. Deshalb ist auch die Raumhöhe von 3,5 Meter nicht nur für die Bewohner großzügig bemessen, sondern sie sieht auch die Möglichkeit anderer Nutzungen vor.
Das energieneutrale Gebäude stellt durch große Sonnenkollektoren am Dach die benötigte Energie selbst her. Beheizt wird es durch ein CO2 neutrales Heizsystem mittels Pellets. Die Architekten haben zusammen mit H20 (eine Firma für Installations- und Gebäudetechnik) die Architektur von Patch22 selbst entwickelt und auf eigene Kosten und Risiken (ohne traditionelle Immobilienentwickler) errichtet. 2017 soll vom selben Team am Nachbargrundstück ein 30 Meter hoher Komplex, aber auf dem Dach einer schon bestehenden Stahlbetonkonstruktion, gebaut werden.

 

Patch22 Amsterdam

 

 

Fotos: © Luuk Kramer

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Kategorie: News, Projekte

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