Laufbahn macht Jakominiviertel österreichweit einzigartig und unverwechselbar

6. September 2010 Mehr

Installation der „Visuellen Klammer“

„Mit der Installation der Visuellen Klammer setzen wir den nächsten großen Schritt auf dem Weg der Attraktivierung des Jakominiviertels. Nun wird auch nach außen hin deutlich, dass Design und Handwerk im Viertel eine neue Heimat gefunden haben“, freute sich Wirtschafts- und Tourismusstadträtin Sonja Grabner anlässlich der heutigen Pressekonferenz zum Start der Errichtung der Visuellen Klammer. Am 6. September wird im Bereich Jakominiplatz, Jakoministraße, Grazbachgasse und Klosterwiesgasse begonnen, den neuen karminroten Bodenbelag aufzutragen, der das Viertel mit einer 750 Meter langen Laufbahn umschließen und unverwechselbar machen wird. Insgesamt werden auf einer Fläche von 4.611m² und in 10 Bauabschnitten rund 17 Tonnen der neuen Beschichtung verarbeitet. Die Bauarbeiten werden jeweils in der Zeit von 20 bis 5 Uhr durchgeführt, um die Beeinträchtigungen für Bewohner möglichst gering zu halten. Der Belag ist eine bereits erprobte Radwegsbeschichtung, behindertengerecht, rutschfest und umweltverträglich. Die Arbeiten werden bis Ende September abgeschlossen sein, der Baufortschritt ist allerdings auch witterungsbedingt.

„Mit der Umsetzung der Visuellen Klammer wird das Jakominiviertel in einen visuellen Ausnahmezustand versetzt. Das Projekt ist auch ein weiteres wichtiges Zeichen für unsere Bewerbung als City of Design“, freute sich auch der Geschäftsführer der Creative Industries Styria (CIS), Eberhard Schrempf.

Die Idee für das innovative Laufbahnprojekt stammt von den beiden Grazer Architektinnen Sandra Janser und Elisabeth Koller. Im Vorfeld des Designmonats schrieben die CIS einen „Call for Ideas“ für die Visuelle Klammer im Jakominiviertel aus. Eine unabhängige Jury, in der u.a. Stadtbaudirektion, ASVK und Vertreter der Straße involviert waren, kürte dabei das Projekt der beiden jungen Architektinnen unter dem Titel „Ready, Steady, GO!“ einstimmig zum Sieger. „Hauptabsicht unseres Entwurfes zur Neugestaltung des Jakominiviertels ist es, eine ablesbare und positive Identität zu schaffen. Die Laufbahn, die mit einem gewissen Hauch der Ironie aufzeigt, was dieser Raum derzeit ist, erzeugt genau das Gegenteil: Entschleunigung, Aufmerksamkeit, Atmosphäre. Unser Ziel ist es, damit die Aufenthaltsqualität im Jakominiviertel zu stärken und dieses für die Bevölkerung auf neue Art und Weise erlebbar zu machen“, so die beiden Architektinnen.

Durch Mithilfe und Unterstützung aller davon betroffenen Abteilungen der Stadt Graz wurde das Projekt adaptiert und von der Behörde bewilligt. Im Bereich des Jakominiplatzes, als auch der Grazbachgasse wird die Laufbahn auf den Gehsteigbereich beschränkt, in der Jakoministraße und der Klosterwiesgasse erstreckt sie sich über die gesamte Straßenbreite.

Für Stadträtin Sonja Grabner ist das Jakominiviertel eine Erfolgsgeschichte: „Unsere Maßnahmen zeigen Wirkung. Die Koordinationsstelle vor Ort wurde eingerichtet und auch das Mietfördermodell entwickelt sich sehr positiv. 17 Ansiedelungen und 40 Interessenten sind ein ganz klares Zeichen dafür. Auch der Designmonat, der sein kreatives Zentrum, in die Jakoministraße gelegt hat, hat dem Viertel ganz neue Dynamik gebracht. Mit der Visuellen Klammer wird die kreative Kraft des Jakominiviertels nun noch besser sichtbar und Graz bekommt mit dieser überdimensionalen Laufbahn mitten im Zentrum ein in Österreich einzigartiges und aufsehenerregendes Projekt mit touristischer Impulswirkung.“

Weitere Informationen unter www.jakominiviertel.at

 Bild (c) Sandra Janser&Elisabeth Koller

Kategorie: Tagesaktuelles