Wien für zehn Tage Mittelpunkt der europäischen Designszene

23. August 2010 Mehr

Über 80 Veranstaltungen vom 1. bis 10. Oktober 2010 bei der 4. VIENNA DESIGN WEEK

Mit mehr als achtzig Programmpunkten – Workshops und Vorträgen, Ausstellungen, Präsentationen und Installationen – sowie Designtouren und einem Vermittlungsschwerpunkt macht die VIENNA DESIGN WEEK die Stadt zum vierten Mal zum Schauraum und zur Experimentierstube für alle Spielarten von Design. Mit Namen wie Konstantin Grcic (D) oder Stefan Sagmeister (USA) braucht die VIENNA DESIGN WEEK den internationalen Vergleich nicht zu scheuen – und schert dennoch aus dem gängigen Festivalschema aus: Internationalität und Intimität, Lust und Intellekt, Cutting edge und alte Traditionen generieren Design-Erfahrungswelten von wienerischem Esprit.

 

Design erforschen, Wien erleben

Design als einen elementaren Kulturfaktor unserer Alltagswelt zu entdecken – dazu lädt das Festival internationale FachbesucherInnen ebenso ein wie die interessierte Öffentlichkeit.
Das kuratorische Konzept der Neigungsgruppe Design (Tulga Beyerle, Thomas Geisler und Lilli Hollein) ist daher auch demokratisch und partizipativ. Erkennbar wird dies nicht nur am neu aufgesetzten Vermittlungsprogramm, das in diesem Jahr neben Workshops der Gruppe design°mobil auch Bustouren des neuen Partners trafo.K anbietet, die in Zusammenarbeit mit SchülerInnen der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt entwickelt wurden; sie bieten Erwachsenen und Jugendlichen Gelegenheit zu spielerischem Erforschen und kritischer Auseinandersetzung. Auch im Stadtraum hinterlässt die VIENNA DESIGN WEEK nachhaltige zeitgenössische Spuren, ganz im Sinne von Wien Tourismus, der ein weiteres Mal als Principal Partner auftritt. In diesem Jahr steht der Wiener Bezirk Hernals im Mittelpunkt. Hier lädt – neben zahlreichen anderen Aktionen – die Mailänder Gruppe esterni zum Bau von „everybody’s bench“, einer in kreativer Interaktion mit den Bezirksbewohnern entstehenden Riesen-Holzbank.

Grand Opening im Liechtenstein Museum

Der Startschuss zur VIENNA DESIGN WEEK fällt am 30. September, abermals in den prunkvollen Palais-Räumen des Liechtenstein Museums. Das Opening gilt als jährliches Treffen der österreichischen Kreativbranche. Erstmals wird bei diesem Anlass auch eine Ausstellung präsentiert: „Barocker Glanz und Stainless Steel“. Drei international renommierte Designteams – Studio Makkink & Bey (NL), Claesson Koivisto Rune (SW) und Olgoj Chorchoj (CZ) – inszenieren Tafelkultur mit Vergangenheit und Zukunft. Utensilien für den Genuss, das Tafeln und die sozialen Aspekte des Essens erfahren unterschiedlichste Interpretationen. Beim Eröffnungsabend wird zudem die WIEN PRODUCTS Collection 2010 gezeigt, Resultat einer von der Wirtschaftskammer Wien, Principal Partner der VIENNA DESIGN WEEK, angeregten Zusammenarbeit traditioneller Wiener Unternehmen mit DesignerInnen.

Star-Designer wie Grcic und Sagmeister tragen vor

Auf Einladung der VIENNA DESIGN WEEK und ermöglicht von Principal Partner departure kommen vier bedeutende Persönlichkeiten der Designwelt nach Wien, um über eine grundsätzliche Frage zu sprechen: Warum Design? „Für mich ist Design eine Geisteshaltung, eine Art des Beobachtens, des intuitiven Verstehens“, so die Antwort von Gijs Bakker, dem Gründer von Droog Design. Ein weiterer Gast ist der gebürtige Voralberger Stefan Sagmeister. Mit seinem New Yorker Designstudio war er bereits sechsmal für den Grammy nominiert, zweimal hat er ihn gewonnen. Neben ihm konnten der deutsche Produktdesigner Konstantin Grcic und die Französin Inga Sempé, Trägerin des Großen Designpreises der Stadt Paris, als Vortragende gewonnen werden.

Passionswege: Ein Stück Design-Geschichte

Im Rahmen der „Passionswege“ initiierte die Neigungsgruppe Design Kooperationen zwischen international aufstrebenden JungdesignerInnen und Wiener Traditionsunternehmen. Das Format verdeutlicht wohl am besten das Verständnis des Festivals von Design als Prozess und Geschichte – und bringt selbst die spannendsten Geschichten hervor. Zum Beispiel die des tschechischen Designers Daniel Posta, dessen Projekt mit dem Stahlwarenspezialisten Lorenzi in ein abgelegenes italienisches Bergdorf führte. Ebenso aufregend gestalten sich die Arbeiten von Nicolas Le Moigne (CH), Mark Braun (GER) und Formafantasma (I) oder die der österreichischen Studios White Elephant und Vandasye. Während Julia Landsiedl (A) in Erwin Perzys Original Wiener Schneekugelwelten entführt, lassen sich Formafantasma (IT/NL) von Alexander Profous inspirieren, der als einer der letzten „Säckler“ Lederhosen nach Maß produziert – im Herzen der Wiener Innenstadt.

Schaulabor und Wettbewerbe: Dabei sein ist alles!

Im VIENNA DESIGN WEEK Labor können Designprozesse wieder live mitverfolgt werden. Gemäß dem Motto „Papermania“ ist dieses Jahr Papier Inspiration und Arbeitsmaterial. Die täglich um 17.30 Uhr stattfindenden Laborgespräche können Fachbesucher für theoretische Diskurse nützen.
Beim interaktiven Publikumswettbewerb von IKEA, erstmals Partner der VIENNA DESIGN WEEK, kann vor Ort mitgemacht und mitbestimmt werden. Je origineller die Zusammenstellung der „Design-Teams“ bei IKEAs „Democratic Designers“ sind, desto höher stehen die Chancen, ausgewählt werden. Bereits die Resultate von Design-Wettbewerben für die VIENNA DESIGN WEEK sieht man bei den ebenfalls neuen Partnern Rado und Nespresso: Beide präsentieren die jeweils siegreichen Projekte in den Schaufenstern ihrer Geschäftslokale. Der RADO Young Design Prize wird in diesem Jahr erstmals in Österreich vergeben.

Kategorie: Tagesaktuelles

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen