Wie werden wir 2030 bauen?

16. Mai 2025 Mehr

Anfang Mai lud HOLCIM Österreich unter dem Titel „MISSION:2030“ ins ThirtyFive über den Dächern Wiens – zu einem Branchenevent, das sich mit nichts Geringerem beschäftigte als der Zukunft des Bauens. Rund 130 Gäste aus Industrie, Forschung, Planung und Interessenvertretung diskutierten, wie sich wachsender Baubedarf mit den drängenden Herausforderungen der Nachhaltigkeit in Einklang bringen lässt.

 


Foto Panel: v.l.n.r. Holcim Österreich CEO Haimo Primas,  Architekt Thomas Romm, TU Wien Professor Patrick Huber, Moderatorin Niki Löwenstein, BOKU Professor Konrad Bergmeister, Michael Wardian Geschäftsführer Kirchdorfer Gruppe und Präsident des VÖB,  Markus Stumvoll, Geschäftsführer Rohrdorfer Baustoffe Austria und Vorsitzender des Vorstands Güteverband Transportbeton

 

Im Zentrum stand dabei eine klare Botschaft: „Besser mit weniger bauen“. HOLCIM Österreich CEO Haimo Primas betonte die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels – weniger Primärressourcen, weniger CO₂, mehr Kreislaufwirtschaft. Sein Unternehmen arbeite konsequent daran, bis Anfang der 2030er Jahre klimaneutralen Zement in Österreich Realität werden zu lassen.

Architekt Thomas Romm ging noch weiter: Er sprach von „Bauscham“ angesichts des übermäßigen Ressourcenverbrauchs in der Branche und forderte ein grundsätzlich neues Verständnis von Baukultur – hin zu regenerativem Bauen und konsequenter Wiederverwendung.

Mit wissenschaftlicher Perspektive unterstrichen TU-Professor Patrick Huber und BOKU-Professor Konrad Bergmeister die Potenziale neuer Technologien: Von digitalen Tools zur materialsparenden Planung bis hin zu smarten Sanierungsmethoden, die bestehende Bausubstanz sichern und gleichzeitig Emissionen vermeiden. Für beide ist klar: Die Zukunft des Bauens liegt nicht nur im Neubau, sondern vor allem im intelligenten Umgang mit dem Bestand.

Auch Michael Wardian (Kirchdorfer Gruppe, VÖB) und Markus Stumvoll (Rohrdorfer Baustoffe, GVTB) beteiligten sich in der Paneldiskussion aktiv an der Debatte um konkrete Schritte zur Transformation der Branche. Ein zentrales Fazit: Ohne schnellere Produktzulassungen – etwa durch ein „Fast-Track“-Verfahren – bleiben viele Innovationen in der Theorie stecken.

„Nachhaltigkeit wird bestimmen, wie wir 2030 bauen werden“, resümierte Gastgeber Gernot Tritthart (Director Marketing & Sales, Holcim Österreich). „Für diese Transformation braucht es Innovation, Investition – und Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

 

Fotos: © Holcim Österreich / S. Germershausen

Kategorie: Nachrichten, News, Veranstaltungen