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architektur FACHMAGAZIN 68 Energie Auf der Suche nach einer Lösung für die architektonischen Herausforderungen kam man zuerst auf eine Standard-Vorhangfassade. Sie sollte die Grundanforderungen sowie die Wasser- und Wetterdichtheit erfüllen, Naturlicht ins Gebäude bringen etc. Am Anfang stellte man sich vor, mit einem einfachen Gitter visuelle Aufmerksamkeit und auch Lärmschutz zu erzielen. Schnell fanden die Designer dann heraus, dass der Wunsch nach einer gewissen Ästhetik eine komplexere Lösung erforderte. Man begann mit standardisierten 120 x 240 cm Gläsern zu experimentieren, um die Durchsicht zu maximieren und auch die Geschossdecken zu verbergen. Das trug zumindest zu einer Kostenreduktion bei. Also begann man Borsilikate zu testen, verschiedene Designs und Produktionsprozesse auszuprobieren. Auch Montagetechniken wurden in Zusammenarbeit mit Rayotek – einer Firma, die auf Ingenieurdesign und Präzisionsgläser spezialisiert ist – ausprobiert. Nachdem die Planer sich langsam mit den Eigenschaften, Parametern und Möglichkeiten des Glases vertraut gemacht hatten, nahm man California Glass Bending (CGB) und Pulp Studios, einen Spezialisten für gebogenes, laminiertes Glas mit an Bord. u Auch im Innenraum treten abstrahierte Teile der Fassadengestaltung auf: Die Stiegengeländer und teilweise auch manche Wandverkleidungen nehmen in ihrer Feinheit das Muster von außen wieder auf.


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