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96 architektur FACHMAGAZIN edv AVA-Software: Vielseitige Planungswerkzeuge AVA-Software ist ebenso alt wie langweilig? Keineswegs! Neue Funktionen und ITTrends sorgen dafür, dass es spannend bleibt rund um die Planung, Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung von Projekten. Text: Marian Behaneck AVA-Programme gehören zu den wichtigsten Planungswerkzeugen. Mit ihnen wurde bereits in den frühen 1980er Jahren und wird auch heute ein beträchtlicher Teil der Honorarerträge planender Unternehmen erwirtschaftet. Sukzessive angereichert mit Funktionen und Modulen für die Baukostenplanung, das Büro- oder Projektmanagement sorgen AVA-Programme heute dafür, dass Projekte „rund“ laufen. Dennoch verzichten viele Unternehmen auf die Vorteile von AVA-Software. Aufgrund der Verbreitung von Office-Programmen sind in vielen Unternehmen stattdessen Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogramme im Einsatz. Das ist billiger, weil kein zusätzliches Programm gekauft und aktualisiert werden muss. Grundsätzlich lassen sich Ausschreibungen zwar mit jedem besseren Texteditor zusammenstellen. Schließlich ist es nicht (nur) die Software, die für eine gute, vollständige und technisch aktuelle Ausschreibung sorgt. Es sind auch die auf Erfahrungswerten bei der Ausführung oder Abrechnung beruhenden, teilweise eigenen und bürointern ständig verfeinerten und erweiterten LV-Texte. Dennoch hat AVA- gegenüber Office-Software viele Vorteile: Spezielle Funktionen und Automatismen für die Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung von Bauleistungen, die Auswertung und Verwaltung von Angeboten sowie die Abrechnung von Gewerken vereinfachen die Eingabe und beschleunigen Abläufe, Plausibilitätsprüfungen minimieren Fehlerquellen, Zusatzfunktionen für die Baukostenplanung oder das Projektmanagement sorgen für eine erfolgreiche Planung und Ausführung. AVA-Software ist flexibel und vielseitig Sie unterstützt Planer bei der Ausschreibung von Kleinaufträgen ebenso wie von millionenschweren Großprojekten. So unterschiedlich die Einsatzbereiche auch AVA-Programme gehören in den Büros zu den wichtigsten Werkzeugen, mit denen wesentliche planerische Leistungen erbracht werden ©Nemetschek sind, so identisch sind die Kernfunktionen. Dazu gehören die Leistungsbeschreibung mit Hilfe von Standardtexten von Drittanbietern und/oder mit eigenen freien Texten, die Mengenermittlung aus Aufmaßen, CAD-Daten oder Plänen, die Angebotskontrolle, der Preisspiegel, die Vergabe, Rechnungsprüfung und Zahlungsfreigabe, Soll/Ist-Übersichten, der elektronische Datenaustausch und anderes mehr. Da Leistungsbeschreibungen, Mengen und Preise exakte Kostenprognosen ermöglichen, eignen sich AVA-Programme auch ideal für die Kostenplanung und später für die Kostenkontrolle und das Kostenmanagement. Aufgrund des steigenden Drucks zu mehr Kostensicherheit, Dokumentation der Vorgänge und Entscheidungen hat dieser Bereich im öffentlichen wie privaten Bereich erheblich an Bedeutung zugenommen. Sukzessive hinzugekommen sind ebenso Funktionen für den administrativen Bereich – von der Adressdatenverwaltung oder der Bürokorrespondenz, bis hin zur Verwaltung und Kontrolle von Büro und Projekten. Die Funktionsvielfalt hat einige Vorteile: eine einheitliche Benutzerführung, eine effiziente Mehrfachnutzung von Daten, einen durchgängigen Arbeitsfluss und anderes mehr – aber auch Nachteile. So macht die Vielzahl der Funktionen die Programme komplexer. Das kann sowohl einen Einstieg in und das Arbeiten mit der Software erschweren als auch einen Wiedereinstieg nach Anwendungspausen – und es macht die Software teurer. Wer nur hin und wieder kleinere Projekte ausschreibt, dem genügt eine schlanke, auf AVA-Kernfunktionen reduzierte Software. Das haben einige Hersteller erkannt und bieten deshalb darüber hinausgehende Funktionen entweder nicht oder offerieren sie über Kooperationen mit Anbietern von Büro-/Projektmanagement- oder Bauzeitenplanungsprogrammen. Per


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