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61 www.architektur-online.com Anagram Architects Dadurch, dass die Front die einzige Lichtquelle für die Innenräume bildet, musste man im Inneren einen Lichthof oder ein Atrium schaffen – also wiederum Raum „verlieren“ – und viel Kunstlicht verwenden. Auch wird so die gesamte Straßenansicht zu einer ununterbrochenen Reihe von rechteckigen Fassaden. Die Architekten wählten also für ihre Klienten die extrudierte Form eines Daumenabdruckes zur Unterscheidung von den anderen Architekturen der Umgebung. Die halbelliptische Form lässt neben dem gebauten Raum einen nach oben immer größer werdenden Bereich frei. Dieser bringt natürliches Licht in alle Arbeitsräume, gefiltert durch eine Haut aus lamellenförmigen Blenden. An den Kanten der Bodenplatten der einzelnen Geschosse sind Pflanztröge positioniert und so wird jeder Winkel der Büros mit Grün gefüllt. Die sich nach oben hin verjüngende Gebäudeform entspricht der inneren Hierarchie der Organisation, wie auch der notwendigen Nutzung von Tageslicht. Auch der Anstieg der Erwärmung in den oberen Etagen wurde dabei berücksichtigt. Je weiter oben, desto mehr sind die Büros mit Mitgliedern der Managementebene besetzt und desto höher ist auch das Dienstalter der Jeweiligen. u


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