Altes Mauerwerk, neuer Geist
Im Grazer Einzugsgebiet, dem heutigen Rosenhain, wurde im 17. Jhdt. ein stattliches barockes Gebäude errichtet, das eine wechselhafte Geschichte bis hin zur Ruine in der Neuzeit erlebte. Unter Denkmalschutz gestellt wurde es als Jesuitenrefektorium am Rosenhain der Universität Graz zugeordnet, und nach vielen Überlegungen entschloss man sich, das Baujuwel von Leb-Idris architektur aus seinem Dornröschenschlaf erwecken zu lassen. Als wichtiger Begleiter für das Projekt war dabei die Cooperative Leichtbeton eingebunden.
Der Plan sah die Sanierung des Bestandes, die Wiedererrichtung der zuvor eingestürzten Arkaden sowie einen zweigeschoßigen Dachaufbau vor. Die über 400 Jahre alten Gemäuer wurden als raumbildende Elemente verwendet und eine Rahmenkonstruktion aus Stahlbeton ermöglichte zusätzlich ein zweigeschossiges Dach aufzusetzen. 2023 war Baubeginn, die Fertigstellung erfolgte 2025.
Das Kellergewölbe konnte dabei nicht erhalten werden und wurde durch eine Betonschachtel für Technik und Fahrradabstellplätze ergänzt. Auf der denkmalgeschützten, revitalisierten Bausubstanz wurden ein Hörsaal, Seminar- und Arbeitsräume für das Institut für Bewegungswissenschaften, Sport und Gesundheit errichtet. Dem Nachbild der abgekommenen Arkaden und Giebelwände aus bis zu sechzig Zentimeter starken, homogenen Dämmbetonwänden, mit ihren Schattierungen, dem industriellen Raster der Schaltafeln, Rödellöchern und Fließspuren, ist der Entstehungsprozess eingeschrieben. Altes Mauerwerk und hochmoderner, gegossener Baustoff ergänzen sich in ihrer Haptik, Optik und Mächtigkeit zu einem hellen, Ruhe vermittelnden Bauwerk unter einem gemeinsamen Dach.
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Fotos: Di Thomas Schönbichler
Kategorie: Beton, Produktnews











