Kategorie: Projekte
Strukturierte Offenheit
Mit dem Projekt John Jay Club Row hat das New Yorker Architekturbüro Shakespeare Gordon Studio einen zentralen Ort für studentisches Engagement am John Jay College of Criminal Justice in Manhattan geschaffen. Die 2024 fertiggestellte Innenraumrenovierung befindet sich im zweiten Obergeschoss des „New Building“, das 2011 von SOM realisiert wurde. Aus einer Folge zuvor voneinander getrennter Räume entstand eine offene, flexible und einladende Suite, die den zahlreichen studentischen Clubs des Colleges eine sichtbare Adresse gibt.
Ein Baukasten für Gemeinschaft
Südwestlich des Wiener Hauptbahnhofs entsteht mit dem „Neuen Landgut“ ein neues Stadtquartier auf einem rund neun Hektar großen Areal. Neben rund 1.500 Wohnungen umfasst die Entwicklung Bildung, Gewerbe, Büros und großzügige Freiräume. Am Bauplatz D12 setzen DTFLR und PLOV Architekten mit B.R.I.O. einen Wohnbau um, der die großen Gegenwartsfragen des geförderten Wohnens bündelt: Leistbarkeit, soziale Durchmischung, klimagerechtes Bauen, Kreislauffähigkeit und eine Architektur, die trotz hoher Systematik nicht schematisch wirkt.
Stiller Dachraum
Das Architekturbüro Turner Architects hat mit „A Ply Loft“ einen zuvor als Stauraum genutzten Dachraum in ein kompaktes Schlaf- und Arbeitszimmer umgewandelt. Der Eingriff nutzt das vorhandene Volumen unter dem Dach und entwickelt daraus einen zurückgezogenen Raum für Ruhe und konzentriertes Arbeiten.
Alte Hülle, reversibler Kern
Eine alte Scheune bildet die Hülle, ein eingepasster Holzkern den Innenraum für das Restaurant Nikkakjøkken in Norwegens Valldal, einem fruchtbaren Tal am Norddalsfjord. Der Modulbau ist so gefertigt, dass er bei einem späteren Rückbau ohne Beschädigung der historischen Substanz wieder entfernt werden kann. Durch die sensible Verknüpfung von Alt und Neu ist ein Ort entstanden, der mit seinem einzigartigen Charakter zum Placemaker wird.
Apfel im Glashaus
Mit „Apple The Exchange TRX“ hat Apple im Zentrum von Kuala Lumpur seinen ersten Store in Malaysia eröffnet. Entworfen von Foster + Partners, liegt das Projekt im neuen Stadtquartier Tun Razak Exchange (TRX), das als internationales Finanz- und Geschäftsviertel entwickelt wurde. Der Store ist Teil des gemischt genutzten Komplexes The Exchange TRX und vermittelt zwischen Einkaufszentrum und dem rund vier Hektar großen TRX City Park. Damit ist er nicht nur Verkaufsort, sondern auch räumlicher Übergang zwischen Innenraum, Freifläche und öffentlicher Erschließung.
Versetztes Wohnen
Was passiert, wenn das klassische Einfamilienhaus nicht mehr als kompakter Baukörper, sondern als Abfolge kleiner Hütten gedacht wird? Das Projekt „Staggered Cabin“ in South Lake Tahoe übersetzt das Wohnen in eine räumliche Bewegung entlang von Hang, Wald und Jahreszeiten und formuliert damit ein überraschend angemessenes Modell für das Leben jenseits der Stadt.
Schwebende Reetdächer
Mit den „Under the Reed Roof Guesthouses“ realisiert das Architekturbüro YOD Group in der Zentralukraine eine zeitgenössische Neuinterpretation der traditionellen ukrainischen Hata-Mazanka. Der Entwurf greift deren prägende Elemente auf – das markante Dach, die klare Silhouette und die enge Beziehung zur Landschaft – und übersetzt sie in eine reduzierte architektonische Form.
Raum für Nachbarschaft
Am Wienerfeld West in Wien-Favoriten wird eine bestehende Gemeindebausiedlung schrittweise ersetzt. Die Planung von WUP architektur arbeitet mit kompakten Häusern in Holzhybridbauweise, gemeinschaftlich nutzbaren Erschließungsräumen und privaten Freiflächen für jede Wohnung. Der fertiggestellte Musterblock D1 zeigt, wie die künftige Siedlung aufgebaut sein soll: als Folge kleinerer Häuser mit wiederkehrenden Bauteilen und überschaubaren Nachbarschaften.
Im Spiel des Lichts
Für den Innovationscampus Cyber Valley in Tübingen, an dem Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik räumlich gebündelt wird, hat heinlewischer einen Neubau mit klar gegliedertem Raumprogramm entworfen. Prägendes Element ist eine zweischichtige Fassade, in der Sonnenschutz, Wartung und Photovoltaik zu einem integrierten System verbunden sind.
Brutalistische Provokation
Ein Supermarkt als Installation: In Port de Pollença hat Minimal Studio den Nahversorger in eine radikale Materialstudie aus Beton und recyceltem Kunststoff verwandelt und damit den Akt des Einkaufens in eine räumlich choreografierte Erfahrung umgewandelt. Der Supermarkt wird von einem funktionalen Versorger zu einer architektonischen Versuchsanordnung.
Der Stoff, aus dem die Hallen sind
Textildächer kannte man bislang hauptsächlich für den Sonnenschutz im Außenbereich. Dass sie auch gebäudefähig sind, zeigt ein neues Sport- und Kulturzentrum in der Bretagne. Durch die Aufteilung in zwei Volumen konnten Bauweise und Gebäudetechnik den jeweiligen Funktionen angepasst werden. Die stoffbespannte Holzkonstruktion basiert auf einer ausgetüftelten Geometrie, die viel Raum mit wenig Material schafft.
Kapitel Rauch
Die klassische Raucherlounge galt lange Zeit als charakteristischer Rückzugsort der Grand Hotellerie: ein Raum für Rituale, Debatten, Portwein und Zigarren. Heute ist sie selten geworden, unterliegt Regulierungen und ist technisch aufwendig – und doch ist sie ein faszinierender Ort mit einzigartiger Atmosphäre. Mit „The Council” haben Herzog & de Meuron im Grand Hotel Les Trois Rois in Basel eine neue Version dieser Typologie eröffnet: radikal, sinnlich, handwerklich.








