Kategorie: Projekte
Froschgrünes Wohnviertel
Wohnen wie die Froschkönige sollen die Bewohner des neuen Mannheimer Stadtquartiers Spinelli Wohnen.Park.Quartier von AllesWirdGut. Das Planerteam mit Büros in Wien und München entwarf hier auf einem ehemaligen Militärareal ein grünes Ensemble mit sieben Baukörpern. Diese ordnen sich rund um einen lebendigen Innenhof an und bilden mit ihrer individuellen Gestaltung ein charakterstarkes Wohnviertel, in dem der öffentliche Raum und die Nachbarschaft im Mittelpunkt stehen.
Serielle Stadtlandschaft
Wie viel Stadt steckt im seriellen Wohnbau – und wie viel Gemeinschaft lässt sich in einem System aus rund 1.700 Betonfertigteilen organisieren? Inmitten der Plattenbaulandschaft von Marzahn-Hellersdorf entfaltet die Lion-Feuchtwanger-Straße 61 ein präzise gerastertes Wohnensemble, das aus einem einzigen konstruktiven Prinzip hervorgeht und daraus eine erstaunlich vielschichtige urbane Welt aus Höfen, Laubengängen, Townhouses und gemeinschaftlichen Plateaus entwickelt. Die serielle Struktur wird zur architektonischen DNA eines Ortes, der weit mehr bietet als reine Verdichtung.
Hang, Haus, Fuge
Zwischen Bachufer und Wald, am Ende einer Streusiedlung in den niederösterreichischen Kalkalpen, steht ein kleines Bauernhaus mit rund zweihundertjähriger Geschichte. In der Besitzerfamilie wird es liebevoll „HÄUSL.“ genannt. Über Generationen als Ferienhaus genutzt, immer wieder ergänzt und notdürftig instandgesetzt, hatte sich die bauliche Situation zuletzt zu einem Bündel aus Substanzproblemen, provisorischen Zubauten und einem dauerhaft wirksamen Gegner verdichtet: drückendem Hangwasser.
Schwebende Verbindung
Eine stillgelegte Eisenbahntrasse wird zur urbanen Passage: Der Monte Ciocci–San Pietro Radweg verbindet Alltagsmobilität, Infrastrukturgeschichte und spirituelle Topografie – und zeigt, wie Rom seinen urbanen Raum neu verhandelt. Was auf den ersten Blick wie eine infrastrukturelle Ergänzung wirkt, ist in Wahrheit eine urbane Transformation.
Im Kern aus Holz
Im neuen Stammhaus von Blumer Lehmann trifft Hightech auf Handwerk, Forschung auf Baupraxis, Algorithmus auf Fräse. Das Bürogebäude im schweizerischen Gossau ist mehr als ein Firmensitz: Es ist ein Manifest für den Holzbau der Zukunft – mit einer skulpturalen Treppenkonstruktion aus gebogenem Brettsperrholz im Zentrum.
Neue Wege über alten Gleisen
Mit „Francis“ ist am Franz-Josefs-Bahnhof im 9. Wiener Gemeindebezirk ein markantes Beispiel urbaner Architekturtransformation entstanden. Delugan Meissl Associated Architects (DMAA) und Josef Weichenberger Architects (JWA) haben den Kopfbahnhof samt Büroaufbau aus dem Bestand heraus neu definiert – und damit gezeigt, dass Weiterbauen eine echte Alternative zum Abriss sein kann. Das Projekt bildet heute das transparente, offene Zentrum des neuen Althan Quartiers und demonstriert, wie viel Potenzial in der Revitalisierung großer Gebäudestrukturen steckt.
Symbiotische Architektur
In der Skyline von Dubai markiert One Za’abeel, entworfen vom japanischen Architekturbüro Nikken Sekkei, ein prägnantes Beispiel für zeitgenössische Stadtarchitektur. Das Großprojekt vereint Ingenieurkunst, Design und ein neuartiges Nutzungskonzept. Die Integration des SIRO One Za’abeel Hotels, gestaltet von LW Design Group, zeigt, wie Architektur als Medium für körperliches und mentales Wohlbefinden wirken kann.
Zwischen Bestand und Interior
Die Sanierung und Umgestaltung einer 120 m² großen Altbauwohnung im 7. Wiener Gemeindebezirk verbindet Bestandsarbeit, Umbau und Interiorplanung zu einem stimmigen räumlichen Gesamtkonzept. Geplant und umgesetzt wurde das Projekt von 24gramm Architektur zwischen Juli und September 2025. Ausgangspunkt war eine Wohnung im dritten Obergeschoss eines Biedermeier-Ensembles, das bereits 1990 von Rüdiger Lainer und Gertraud Auer saniert und durch räumlich gliedernde „Implantate“ ergänzt worden war. Diese frühere Auseinandersetzung mit Bestand, Farbe und additiven Elementen bildet auch für die aktuelle Planung eine wichtige Bezugsebene.
Gedruckter Spielraum
Mit dem Boulder Park realisierte XISUI Design in Ji’nan, China, einen 13.000 m² großen Nachbarschaftspark, der digitale Fertigungstechnologien mit naturnaher Landschaftsarchitektur verbindet. Zentrales Gestaltungselement sind große Findlinge, die als Spiel-, Aufenthalts- und Orientierungspunkte dienen und symbolisch für Beständigkeit stehen.
Ein neuer Mittelpunkt
Mit dem Marktraum am Wiener Naschmarkt erhält einer der bekanntesten urbanen Räume Österreichs ein neues räumliches und soziales Zentrum. Entworfen von Mostlikely Architecture rund um Architekt Mark Neuner, ist der Bau weit mehr als eine Markthalle: Er versteht sich als offene, wandelbare Infrastruktur, die Markt, Stadt und Gemeinschaft miteinander verknüpft und die historisch gewachsene Marktkultur in eine zeitgemäße Zukunft überführt.
Moderner Low-Tech-Ansatz
Ganz ohne Klimaanlage, dafür mit 18.000 Lehmziegeln realisierte das Architektenkollektiv rund um Aurélie Husson und Benoît Sindt das Projekt Siège intercommunal in Neuves-Maisons. Der moderne Bau zeigt aber nicht nur, wie Low-Tech-Ansätze im öffentlichen Sektor aussehen können, sondern kombiniert als neuer Verwaltungssitz außerdem eine nachhaltige Holzkonstruktion mit einem flexibel anpassbaren Gebäudekonzept.
Von der Sanierung zur Klimaneutralität
Sanieren statt abreißen – und dabei Standards für nachhaltiges Bauen etablieren: Mit der Revitalisierung des Europäischen Patentamts in Wien zeigt ATP architekten ingenieure, wie sich ein unscheinbarer Zweckbau der 1970er-Jahre in ein klimaneutrales Bürogebäude verwandeln lässt. Der „Vienna Green Hub“ verbindet technische Effizienz mit architektonischer Qualität – und beweist, dass sich Nachhaltigkeit und Funktionalität verbinden lassen.








