Kategorie: Naturstein
Wiener Ikone
Das Hotel Sacher ist Inbegriff österreichischer Gastkultur. Bei der Gestaltung vom Café und Verkaufsbereich im Sacher Eck unterstreicht die hochwertige Naturstein-Ausstattung den Anspruch des weltbekannten Traditionshauses. Prominenter könnte die Lage kaum sein: Vis-à-vis der Wiener Staatsoper, am Beginn des Fußgängerbereichs der Kärntner Straße, begrüßt das Sacher Eck seine Gäste. Ende 2017 wurde das Sacher Eck als Café und Confiserie des Hotel Sacher nach sorgfältiger Vorbereitungsphase durch das Wiener Architekturbüro BWM einem Refurbishment unterzogen.
Stein passt immer
Räume dürfen wieder Farbe, Struktur und Persönlichkeit zeigen. Naturstein bietet dafür mehr als eine robuste Oberfläche: Seine Maserungen, Einschlüsse und Bearbeitungsformen machen ihn zum prägenden Element zwischen Architektur und Einrichtung.
Solide Basis
Ruhe, Klarheit und zurückhaltenden Luxus strahlt der neue Besprechungsbereich im Wiener Formdepot aus. Im Zentrum der Gestaltung steht ein nach allen Regeln der Kunst verarbeiteter, österreichischer Naturstein. Die Zen Area markiert einen zentralen Ort im Formdepot. Auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern laden – je nach Bedarf – ein Ess- oder Besprechungstisch, eine Theke und ein Sitzbereich zu unterschiedlichen Formen der Interaktion ein.
Wandelbarer Baustoff
Im ehemaligen Sitz der Wiener Wirtschaftskammer, einem Nachkriegsbau von Carl Appel, eröffnete 2024 das Hotel The Hoxton Vienna. Der 2020 unter Denkmalschutz gestellte Bau im 3. Wiener Gemeindebezirk steht für einen sachlichen und ressourcenschonenden Umgang mit vorhandener Substanz und gilt als Paradebeispiel, wie sich ein geschütztes Bürogebäude nachhaltig umnutzen lässt. Das Wiener Büro BWM Designers & Architects setzte auf Anpassung und Weiterverwendung der bestehenden Substanz. Wo möglich und sinnvoll, wurden Bauelemente beibehalten.
Eine tragfähige Verbindung
Schneller, leichter und ökologischer bauen – eine neuartige Holz-Stein-Verbunddecke löst mehrere Herausforderungen der Baubranche. Beim Stone Demonstrator in London erlebte das neuartige System seine große Premiere. Es steht für eine deutliche Reduktion grauer Emissionen, für eine serielle, trockene und kreislauffähige Bauweise und für eine neue architektonische Ausdrucksform des nachhaltigen Bauens. Für das System haben die beteiligten Partner – das Bamberger Natursteinwerk gemeinsam mit der Friedrich Verbundsysteme GmbH aus Helmbrechts – ein Patent angemeldet. Bamberger-Geschäftsführer Hermann Graser erläutert es.
Campus Steinzentrum Wunsiedel
Weg vom Dekormaterial, hin zum konstruktiven Baustoff: Ein Architekturwettbewerb an der Technischen Universität Dortmund bot Studenten die Gelegenheit, sich mit den Vorteilen des Bauens mit Naturstein zu befassen. Das Projekt ist ein Plädoyer für Nachhaltigkeit und Regionalität.
Perspektive wechseln
Die Offene Bergkapelle in Hillershausen, entworfen von Christoph Hesse Architects (2024), ist ein Ort der Begegnung: 3.960 massive Sandsteine formen einen offenen Raum für Kollaboration, Kommunikation und Rückzug. Im Gespräch erläutert Christoph Hesse, warum die Wahl auf Naturstein fiel, wie Konstruktion und Atmosphäre zusammenspielen – und welche Rolle Materialität für unsere Wahrnehmung von Architektur hat.
Maßanzug für jeden Bau
Fassaden aus Naturstein sind so vielfältig wie das Material selbst. Von der massiven Vormauerschale bis zur hinterlüfteten Bekleidung auf Ankern sind unzählige Gestaltungen realisierbar. Auch aus ökologischer Sicht erhalten Natursteinfassaden regelmäßig Bestnoten.
Public Entrance – Natursteinwettbewerb 2025 der HTL 1 Linz
Aufgabenstellung für die Schülerinnen und Schüler der 4HA der HTL1 Bau & Design Linz: Die alte Raiffeisenbank in Thalheim wird abgebrochen und an ihrer Stelle soll ein neu zu konzipierendes Eingangsbauwerk entstehen. Weiters war der Vorplatz mit Zugang und Freiraummöblierung (Bänke, Brunnen, Plasterungen, Wege etc.) zu entwerfen.
Nutzen wir das struktive Potenzial
Auch im deutschsprachigen Raum steigt das Interesse an der neuen „alten“ tragenden Steinkonstruktion. Am Lehrstuhl Massive Baukonstruktionen der Technischen Universität Dortmund erforscht und lehrt Junior-Professorin Anne Hangebruch, welche Anforderungen zu beachten sind.
Naturstein neu denken
In der Diskussion um nachhaltiges Bauen wird Naturstein zunehmend neu bewertet: nicht als nostalgisches Material, sondern als relevante Alternative zu konventionellen Baumethoden mit Stahlbeton. Vor allem die gute Ökobilanz, die niedrige graue Energie und die sortenreine Trennbarkeit sprechen dafür, Naturstein stärker zu nutzen.
Aus Respekt zur Natur
Die Amus Chalets in Südtirol sind der Inbegriff von Luxus und Wellness mit höchstem Nachhaltigkeitsanspruch. Im Antholzertal, an prominenter Lage, entwarfen die Architekten Matthias Hofer und Martin Gruber elf traditionell-alpine Chalets mit Satteldach sowie drei Landschaftschalets mit Flachdach, die sich um ein Haupthaus schmiegen. Aus Respekt zur Natur wurde an bewährten Bautypologien festgehalten und über Konstruktion und Material ein neuer Zeitgeist eingehaucht.








