Lowtech-Wohnen

13. Mai 2015 Mehr

 

In seiner Masterthesis am Masterstudio Design, an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel, beschäftigte sich der Designer Uli Schallenberg vor allem mit Begriffen wie Luxus, Überfluss, Einfachheit und Verzicht, und hinterfragt die Bedeutung dieser Begrifflichkeiten in der heutigen Konsumgesellschaft.

 

 

Von diesen Überlegungen ausgehend hat er sich eine alte, hölzerne Scheune zu einem Wohnraum um-, bzw. ausgedacht. In Bielefeld hat er den Holzschuppen mit textilen Materialien ausgekleidet und ohne Wasser- oder Stromanschluss darin gewohnt (während der Sommermonate). Dabei ist dieser Raum vor allem als eine Art Erfahrungsfeld und Arbeitsraum zu begreifen, zu denken. Ein Leben ohne eigenen Strom- und Wasseranschluss, mit eigenem Gemüsegarten und Komposttoilette, soll erprobt und dokumentiert werden.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass das Streben nach nichtmaterialistischen Zielen das Glück wesentlich stärker beeinflusst als das Streben nach Geld und Gütern. Ebenso wurde beobachtet, dass ein Konsumverhalten, das auf Nachhaltigkeit bedacht ist, die Zufriedenheit steigert. Daher bringt dieses Konzept dem Benutzer den Gedanken nahe, dass weniger mehr sein kann oder eine Reduktion Zufriedenheit und Glück bringt. Die Innovation liegt hier nicht im ‚Hightech‘, sondern im ‚Lowtech‘.

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Kategorie: Projekte