Wiederbelebung der Hyparschale

21. Februar 2020 Mehr

Der Bauingenieur Ulrich Müther prägte mit seinen kühnen Betonschalen die Architekturmoderne in der DDR. Mit der 1969 erbauten Magdeburger Hyparschale, einer der größten ihrer Art, setzte er am Rotehornpark bewusst ein modernes Pendant zur angrenzenden Stadthalle – einem expressiven Backsteinbau aus den 1920er-Jahren.

 

 

Nach über 20 Jahren Leerstand beginnt jetzt die denkmalgerechte Sanierung nach dem Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp). Neben der Wiederbelebung als Veranstaltungs- und Ausstellungsort steht hierbei die Instandsetzung des Betonschalendaches im Mittelpunkt, wodurch die stützenfrei konstruierte Halle in ihrer räumlichen Wirkung wieder erlebbar wird.

 

 

Müther konstruierte die Betonschale aus vier hyperbolischen Paraboloiden. Die regelmäßig doppelt gekrümmten Dachflächen überspannen eine Fläche von 48 x 48 Metern und ermöglichen die komplett stützenfreie Halle. Im Rahmen der Sanierung wird die Tragfähigkeit des Daches wiederhergestellt und durch den Einsatz von Carbonbeton sogar erhöht. Zudem werden die über Kreuz zwischen den Schalen verlaufenden Oberlichter wieder geöffnet. Die Lichtbänder betonen die Schalenform und bieten eine optimale Belichtung für das Zentrum der Halle: Neu eingefügte Galerieebenen und begehbare Brücken machen den offenen Raum mit seinem geschwungenen Dach vielfältig nutz- und erlebbar. Stahlkonstruktionen und Fassaden im Innenraum knüpfen konstruktiv und gestalterisch an die ursprünglich industriell geprägte, vertikal betonte Außenfassade aus Stahl und Glas an. Hier ersetzt eine transparente Glasfassade die bisherige transluzente Industrieverglasung, wobei die originale Fassadenkonstruktion erhalten bleibt.

 

 

Renderings: gmp Architekten

 

Kategorie: Projekte

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