Energieautarkie – Für ein Energiesystem für morgen statt von gestern

14. Juni 2011 Mehr

Energieautarkie – Für ein Energiesystem für morgen statt von gestern

Es gibt Fakten, vor denen man nicht die Augen verschließen darf, sagt Umweltminister Niki Berlakovich. Der Energiebedarf steigt weltweit an, der Energiehunger ist groß und es droht ein Energiekonflikt, in dem die unter die Räder kommen, die abhängig von anderen sind. Das WIFO rechnet darüber hinaus mit einer Preissteigerung für Öl von 6,1 Prozent jährlich, selbst die OPEC sieht den Ölpreis in Richtung 200 Dollar pro Barrel steigen. Für eine dreiköpfige Familie in einem Haus mit Ölheizung und Auto würde das jährliche Mehrkosten von knapp 3.500 Euro betragen.

Es geht auch anders: Meine Vision ist die Energieautarkie für Österreich. Das bedeutet, dass Österreich so viel Energie aus heimischen Ressourcen erzeugt, wie es selbst braucht. Nur das macht uns unabhängig von der Willkür der Öl, Gas- und Atommächte und schützt nachhaltig unser Klima.

Eine aktuelle Studie bestätigt, dass die Energieautarkie für Österreich bis 2050 machbar ist, das heißt, dass unser Land per saldo so viel Energie erzeugt wie es auch verbraucht. Dabei geht es mir nicht um eine Insellösung, sondern um eine Stärkung im europäischen Verbund. Uns bleiben noch knapp 40 Jahre, das klingt sehr lang, ist es aber nicht. Wir müssen uns an die Arbeit machen. Wir brauchen einen Mix an erneuerbaren Energieträgern sowie Energiespar- und Effizienzmaßnahmen.

Der Autarkiefahrplan ist bereits gestartet.
Um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und unterschiedliche Sichtweisen einfließen zu lassen, habe ich das Ökoteam der besten Köpfe gebildet. Das Team hat bereits seine Arbeit aufgenommen. Es besteht aus 19 nationalen und internationalen Expertinnen und Experten verschiedenster Kompetenzbereiche.
Das Ökoteam ist sehr breit aufgestellt. So sind etwa der Universitätsprofessor und Leiter des WIFO Karl Aiginger, die Motivforscherin Sophie Karmasin, der Rektor der BOKU Martin Gerzabek und der Wienerberger Vorstandsvorsitzende Heimo Scheuch im Ökoteam vertreten. Der Trendund Zukunftsforscher Matthias Horx und der Militärexperte Gerhard Kramer konnten ebenfalls für das Ökoteam der besten Köpfe gewonnen werden.

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Ein wichtiger Bereich rund um die Energie(autarkie)debatte ist der Bereich Bauen und Wohnen. Auch für diesen wichtigen Bereich habe ich einen Experten in meinem Ökoteam: Den renommierten Architekten und Vorstand am Institut für Architektur Wolfgang D. Prix von Coop Himmeb(l)lau.

Energiesparendes und energieeffizientes Bauen und Wohnen ist ein Muss, um unsere Ziele im Klimaschutz zu erreichen. Für eine Trendwende im Energiebereich und aktiven Klimaschutz müssen wir alle klimabewusst und ressourcenschonend planen und handeln. In Österreich gibt es bereits viele gute Beispiele zu energieeffizienten Neubauten und Sanierungen. Österreich hat etwa mit der klima:aktiv Passivhausbauweise eine Spitzentechnologie für den Klimaschutz entwickelt.
Mit der neuen Sanierungsoffensive stehen bis 2014 insgesamt 400 Millionen Euro für die thermische Sanierung und damit für den weiteren Ausbau der österreichischen Energieautarkie bereit.

Niki Berlakovich
Umweltminister

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Kategorie: Allgemein

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