Bambus als Baumaterial

5. Dezember 2016 Mehr

Bambus als Chance.
Seit Tausenden von Jahren verwenden Menschen Bambus, um ihren Lebensraum mit Architektur zu gestalten. Die Vorteile der aufrecht wachsenden Pflanze als Material sind eindeutig: Sie wächst, vermehrt sich rasend schnell und lässt sich mit einem einfachen Messer bearbeiten und formen. Bereits vor der Bronze- und Eisenzeit wusste der Mensch, dass die langen Fasern dieser Pflanze, die reich an Siliziumdioxid ist, eine Art pflanzlichen Stahl liefern. 

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Diese Erkenntnisse über die außergewöhnlichen Eigenschaften führten zu freien und auch durchdachten Konstruktionen, die sich ebenso in den traditionellen Wohnungen der asiatischen und afrikanischen Kulturen finden, wie im lyrischen Modernismus kolumbianischer und japanischer Architekten. Vorsorgende Bauern in Asien, Afrika oder Lateinamerika pflanzten immer ein Bambuswäldchen in der Nähe ihrer Behausung: So hatten sie jederzeit hervorragendes, natürliches Baumaterial zur Hand.
Bambus ist aufgrund seiner Nachhaltigkeit sicherlich ein Material der Zukunft. Kürzlich wurde die neue Ismile-Schule in Pantai Brawa, Bali eröffnet. Die Ingenieure der Firma Asali Bali bewiesen hier einmal mehr ihr Können und schufen nach einer Planungsphase von einem Monat in nur drei Monaten die gesamte Architektur. Auf der Baustelle arbeitete ein Team von zwölf handwerklich ausgebildeten balinesischen Fachleuten, um das Gebäude mit den Ausmaßen von 40 x 12 Metern, entworfen vom indonesischen Architekten Pak Nicko, zu realisieren. Die Bambusstruktur überdeckt eine Fläche von 542 m2.

Foto: ©Asali Bali

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Kategorie: News, Projekte

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