Kategorie: Kolumnen
Ziviltechniker:innen für morgen
Architektur, Stadt und Raum, Bauingenieur- und Vermessungswesen, Wasserbau & Umwelttechnik oder Industrielle Technik und Informationstechnologie? Mit der Kampagne Genzt: möchte die Kammer der Ziviltechniker:innen Arch+Ing | Tirol und Vorarlberg das Bewusstsein für das Berufsbild stärken und sowohl Aufmerksamkeit als auch Sichtbarkeit für den Beruf erhöhen: „Ziel ist es, junge Menschen für die vielfältigen beruflichen Chancen in diesem Sektor zu begeistern und ihnen eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie sie aktiv zur Gestaltung der Zukunft beitragen können.“
Bleibende Originale
Die stärkste Konstante im Leben ist der Wandel. Niemand kann sich dem entziehen, doch mit Naturstein schafft man dafür bei vielen Projekten im Privatbau die schönsten Rahmenbedingungen. Energieeffizienz, graue Energie, Kreislaufwirtschaft. Im Bausektor ist alles in Bewegung, das Umdenken beschäftigt Planer und Ausführende gleichermaßen. Noch verbraucht die Baubranche so viele Ressourcen wie kein anderer Industriesektor, immerhin gehen rund 40 Prozent aller CO2-Emissionen in Europa auf ihr Konto wie auch ein Drittel des Abfallaufkommens. Die Kreislaufwirtschaft, oder Circular Economy, gilt daher als unverzichtbarer Teil im Kampf gegen den Klimawandel und beeinflusst auch die Wohntrends der Zukunft. Für Neubauten gelten mittlerweile strenge Richtlinien und auch bei Altbeständen muss versucht werden, bestehende Bauteile möglichst zu erhalten und nicht wie gewohnt automatisch durch den Verbrauch weiterer Ressourcen zu ersetzen. Dafür sind ökologisch wertvolle, nachhaltige Baustoffe notwendig, zu denen vor allem Naturstein gehört.
Abseits jeglicher Schubladen
Die Tiroler Architektin und Künstlerin Teresa Stillebacher ist bekannt für ihre interdisziplinäre Arbeit im öffentlichen Raum. Als Senior Scientist am ./studio3 – Institut für experimentelle Architektur an der Universität Innsbruck, agiert sie an der Schnittstelle zwischen Architektur, Kunstperformance und Interventionen. Ihre Projekte, sowohl am Institut als auch im eigenen Büro, betonen Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Relevanz, wie etwa ihre Installation in Wrocław, die aus recycelten Materialien bestand und das kollektive Kochen förderte. Stillebacher setzt sich für ressourcenschonende Praktiken ein und integriert partizipative Elemente, um Gemeinschaften zu stärken und Umweltthemen zu adressieren. Ihre Arbeit verbindet künstlerische Kreativität mit praktischen Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen. Im Interview spricht die Gestalterin über das Spannungsfeld zwischen Architektur, Kunst und Raum.
Harmonie in Grün
Bei der Modernisierung einer Altbauwohnung in Wien setzen die Bauherren ganz auf die kraftvolle und elegante Wirkung zweier Natursteine. Mit dem norditalienischen Serpentinit Verde Alpi entschieden sich die Auftraggeber im Masterbad, im Kinder-Badezimmer sowie im Gäste-WC für einen der weltweit bekanntesten Natursteine, der seiner unverwechselbaren Maserung und Farbe wegen nicht nur in der Renaissance und im Barock gerne für repräsentative Gestaltungen verwendet wurde.
Gute Architektur beinhaltet drei Schritte
Der Wiener Architekt Albert Wimmer zählt zu den profiliertesten Architekten des Landes und hat über Jahrzehnte hinweg die Architektur- und Stadtlandschaft geprägt. Mit der Gründung seines Ateliers im Jahr 1977 und der kontinuierlichen Erweiterung seines Tätigkeitsfeldes durch die Gründung mehrerer Gesellschaften hat Wimmer ein beeindruckendes Portfolio aufgebaut, das Projekte im Wohnbau, Gesundheitswesen, in der Mobilität sowie in der Stadtplanung umfasst. In unserem Interview spricht er über seine Ansichten zur gesellschaftlichen Verantwortung von Architekten, seine Rolle im Spannungsfeld zwischen Kunst und Wirtschaft und darüber, warum sein Credo „Never do the same“ einen zentralen Platz in seiner Arbeit einnimmt.
Es ist wichtig, dass Architektur Fragen stellt
Wie lässt sich Architektur als Disziplin begreifen, die weit über das Bauen hinausgeht? Im Gespräch mit Eric-Emanuel Tschaikner, Kim Tien und Natalie Neubauer vom Wiener Architekturbüro KENH zeigt sich: Architektur beginnt mit Fragen – und mit einem offenen, prozesshaften Zugang. Seit der Gründung 2005 verfolgen KENH einen interdisziplinären Ansatz, der Design und Architektur bewusst miteinander verbindet. Was dabei entsteht, sind durchdachte Räume, die Nutzerbedürfnisse ernst nehmen, Gestaltung als Verantwortung begreifen und selbst komplexe Projekte mit Haltung und Empathie umsetzen. Ein Gespräch über Identität, Mediation, Maßstab – und warum ein Handlauf manchmal lachsrot sein muss.
Die entsiegelte Stadt
Wie lassen sich bestehende urbane Ressourcen – wie Leerstand und Rückbaumaterial – sowie neue regenerative Flächen für Begrünung und Anbau in einem zirkulären System nutzen? Dieser Frage sind Nathaniel Loretz, Pia Bauer und Carina Loretz im Rahmen des diesjährigen Superscape Wettbewerbs nachgegangen. Ihr Ansatz fokussiert sich auf die langfristige Erhaltung und Erneuerung der Stadt durch ökologische Maßnahmen, die sowohl das städtische Ökosystem stärken als auch den urbanen Raum nachhaltig aufwerten sollen.
Architektur und Technik müssen zusammenfließen
Im Jahr 2020 fusionierten die Delta Ziviltechniker GmbH Wien und die Architekt Podsedensek ZT GmbH und schufen damit Delta Pods Architects, eine starke Architektursparte innerhalb der Delta Gruppe. Mit einem Team von über 150 Fachkräften an Standorten in Österreich, Tschechien, der Slowakei und der Ukraine hat sich das Büro als multidisziplinärer Akteur in der Baubranche etabliert. Seit 2022 führt Klaus Ransmayr, der auf internationale Erfahrungen in New York und Berlin zurückblickt, als Head of Design die Vision des Unternehmens weiter. Im folgenden Interview spricht er über die Beweggründe und Ziele der Fusion, den Anspruch an komplexe Architektur sowie die Herausforderungen der Branche in Zeiten von Klimawandel und nachhaltigem Bauen.
Kulinarische Kunstwerke im Scheinwerferlicht
Neben der richtigen Wahl bequemer Sitzgelegenheiten, einer gedämpften Atmosphäre und gelungenen Präsentation von Speisen und Getränken ist auch die Lichtgestaltung ein zentrales Element in der Gastronomie. Diese sollte einerseits funktional sein, andererseits aber auch die emotionale Wahrnehmung eines Raumes prägen. Durch gezielte Beleuchtung lassen sich Gasträume bewusst strukturieren und kulinarische Erlebnisse effektvoll inszenieren.
(K)eine Zeit für Architekturikonen?
Nach ihrem Studium und einigen Lehrjahren in einem renommierten Büro gründete die Architektin Nina Beck 2023 ihr eigenes Büro in Dornbirn. Ihre Arbeit zeichnet sich durch innovative Ansätze im Bereich des Holzbaus und der nachhaltigen Architektur aus und konzentriert sich auf die Integration von traditionellen Bauweisen mit modernen Techniken. Beck stellt sich dabei der Herausforderung, Gebäude so zu gestalten, dass sie in funktionaler wie ästhetischer Hinsicht sowohl den Anforderungen der Bauherrschaft als auch der Umgebung gerecht werden. Die Kultur und die Werte des Bregenzerwaldes spielen dabei eine tragende Rolle. Im Interview spricht Nina Beck über ihren Planungsalltag als junge Architektin und ihre Sicht auf die Zukunft kommender Generationen.
Künstliche Intelligenz Teil 3: KI für den Entwurf
Auch für den Entwurf und die Planung werden inzwischen zahlreiche smarte Werkzeuge angeboten. Teil 3 dieser Serie stellt KI-Bildgeneratoren vor und zeigt die Möglichkeiten, aber auch Grenzen. Sie nutzen künstliche neuronale Netze, maschinelle Bilderkennung und maschinelles Lernen, um riesige Mengen von Bilddaten zu analysieren, Muster und Zusammenhänge zu erkennen und daraus neue Bildinhalte entsprechend den Anwenderwünschen zu generieren. Damit lassen sich erste Anregungen für Design- oder Entwurfsideen entwickeln – etwa für ein Möbelstück, eine Küchen- oder Badeinrichtung oder ein komplettes Bauwerk.
Im Bestand liegt die Zukunft
Die heutigen Städte sind weitestgehend gebaut und deren Flächen damit versiegelt. Eine nachhaltige und zugleich bezahlbare Architektur wird sich zunehmend dem Umbauen im Bestand widmen. Um die Vorgaben der Europäischen Gebäuderichtlinie zu erfüllen, rücken Konstruktionen mit nachhaltigen Baustoffen wie Naturstein immer stärker ins Blickfeld.








