Aktuelle Beiträge
Ein Materiallager für die Zukunft
Wie lässt sich ein Bürogebäude bauen, das langfristig mehr Energie erzeugt, als für seinen Betrieb benötigt wird, nahezu ohne Beton auskommt und eines Tages vollständig in Materialkreisläufe zurückgeführt werden kann? Mit dem Projekt „Hortus” in Allschwil haben Herzog & de Meuron gemeinsam mit der Bauherrin Senn Resources AG eine Antwort formuliert. Der fünfgechossige Büroneubau basiert auf einer Holzrahmenkonstruktion ohne ein konventionelles Kellergeschoss, um den Einsatz von Beton zu vermeiden. Er versteht sich als Experimentierfeld für eine postfossile Architektur und beweist, dass Kreislauffähigkeit keine Einschränkung bedeutet, sondern neue architektonische Möglichkeiten eröffnet.
Die Dachlandschaft als fünfte Fassade
In der Schimmelgasse 5 wird der Dachausbau zur präzise gegliederten Architekturschicht. Großformatige Fensterkombinationen, Einzelfenster und Kniestockelemente bilden eine differenzierte Dachlandschaft, die das Erscheinungsbild ebenso prägt wie die Räume darunter. So entstehen helle Wohnbereiche mit weiten Blickbeziehungen und eine fünfte Fassade mit eigenem Rhythmus.
Dunkle Fassaden sicher realisieren
Intensive, dunkle Farbtöne prägen die zeitgenössische Architektur, stellen Fassaden jedoch vor bauphysikalische Herausforderungen. Hohe Oberflächentemperaturen durch starke Sonnenabsorption können Spannungen, Rissbildung und Materialverformungen begünstigen. Mit StoColor X-black bietet Sto eine Fassadenfarbe, die genau hier ansetzt und für mehr Sicherheit bei der Umsetzung dunkler Farbkonzepte sorgt.
Trinkwasserhygiene als Planungsaufgabe
Öffentliche und gewerbliche Sanitärräume sind hoch beanspruchte Funktionsbereiche. Für Architekten und Fachplaner geht es dabei nicht nur um robuste Ausstattung, intuitive Nutzung und Wasserersparnis. Entscheidend ist ein Sanitärkonzept, das Trinkwasserhygiene, Nutzerhygiene, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit bereits in der Planung zusammenführt. Hier setzt das SCHELL Wassermanagement-System SWS mit der cloudbasierten Erweiterung SMART.SWS an.
Temporäres Zuhause
Das von hirner & riehl architekten stadtplaner bda geplante Jugendwohnhaus in Straubing reagiert auf eine Aufgabe, die über die Bereitstellung von Schlafplätzen hinausgeht: Es verbindet temporäres Wohnen für Auszubildende mit gemeinschaftlichen, pädagogisch nutzbaren Räumen und einer auf Effizienz ausgelegten Holzbauweise. Das Haus dient dem Berufsschulverband Straubing-Bogen als Unterkunft für Jugendliche, die während des Blockunterrichts nicht täglich an ihren Wohnort zurückkehren können.
Verbunden im Kreuzelstich
Die Architektur der freien Pädagogik ist nicht nur eine Frage der offenen Raumkonzepte, sondern vor allem eine Frage des Materials, ist man bei Pedevilla Architects überzeugt. Was sie damit meinen, zeigt ihr Bildungsbau im alpinen Dorfsetting von Kössen. Böden und Möbel aus naturbelassenem Vollholz, tief verankert in der regionalen Baukultur, treten gegen die technische Rationalität von Stahlrohr und PVC-Beschichtung an. Ein Match mit klarem Sieger.
Fassadentraum mit Seeblick
In unmittelbarer Nähe zur Traunsee-Esplanade wurden zwei Gebäude aus dem 19. Jahrhundert durch drei neue Baukörper mit 16 Wohnungen und einer flexibel nutzbaren Maisonette ersetzt. Die Einheiten sind gut belichtet, klar geschnitten und zum See ausgerichtet. Geplant vom Linzer Architekturbüro Gerald Anton Steiner fügt sich die Wohnanlage stimmig in die gewachsene Struktur ein.
Ein Hof mit vielen Schichten
Mit Augustine’s Garden in Riga verbindet Sampling Architects die Instandsetzung eines straßenseitigen Jugendstil-Mietshauses mit dem Umbau ehemaliger Hofgebäude zu Wohnungen. Das Projekt arbeitet mit den Schichten des Bestands: mit historischen Fassaden, veränderten Werkstattbauten, vorhandenen Materialien und einem Hof, der vom Nebenraum zum gemeinschaftlichen Garten wird.
Leben bis zuletzt
Wie wollen wir im Alter wohnen – und vor allem: Wie wollen wir leben, wenn die Erinnerungen langsam verschwinden? Mit Furuset Hageby haben die Architekturbüros NORD Architects und 3RW Arkitekter im Nordosten Oslos ein Demenzdorf geschaffen, das Pflege neu denkt: nicht als Institution, sondern als Nachbarschaft. Das Projekt zeigt, wie Architektur Orientierung, Würde und Selbstbestimmung ermöglichen kann – und warum Pflege künftig Teil des öffentlichen Lebens werden muss.
MATTERS UNUSED
LAUFEN lädt im Rahmen der diesjährigen VIENNA DESIGN WEEK am Montag, dem 28. September, in den LAUFEN space Wien zu Keynotes & Talk mit mischer`traxler studio und bioregional.agency – moderiert von Irina Nalis, Transformationspsychologin. Die Ausstellung UNUSED MATTERS in der Festivalzentrale visualisiert darüber hinaus das Forschungsprojekt der bioregional.agency und mischer’traxler studio in Zusammenarbeit mit dem Produktteam von LAUFEN.
Neues Leben für historische Industriebbrache
Das Wohnbauprojekt Pergamenka im Prager Stadtteil Holešovice verbindet modernes, urbanes Wohnen mit der Industriegeschichte des Areals. Entstanden auf einem ehemaligen Lagerhausgelände aus den Jahren 1928/1929, geplant vom Architekten Josef Kříž, verwandelt das vielschichtige Bauvorhaben den Standort in einen lebendigen Stadtteil. Fliesenspezialist RAKO aus der Lasselsberger Group lieferte für das Projekt mehr als 23.000 m2 Fliesen.
Klimagerechte Arbeitswelt
Am Mayr Campus im oberösterreichischen Scharnstein wurde Ende April 2026 ein neues Bürogebäude eröffnet, das die bestehende Betriebsstruktur um einen kompakten Holzbau ergänzt. Der Neubau ist Teil eines 32.000 m2 großen Areals, auf dem Entwicklung, Produktion, Innovation und Ausbildung des Unternehmens Mayr Schulmöbel räumlich zusammengeführt sind.








