Kategorie: Projekte
Klimagerechte Arbeitswelt
Am Mayr Campus im oberösterreichischen Scharnstein wurde Ende April 2026 ein neues Bürogebäude eröffnet, das die bestehende Betriebsstruktur um einen kompakten Holzbau ergänzt. Der Neubau ist Teil eines 32.000 m2 großen Areals, auf dem Entwicklung, Produktion, Innovation und Ausbildung des Unternehmens Mayr Schulmöbel räumlich zusammengeführt sind.
Ein Haus aus Hand-me-downs
Dass die Wiederverwendung von Bauteilen nicht zwingend zu einem eklektischen Used-Look führen muss, zeigt das Projekt LysP8 von Loeliger Strub Architektur. Die Dachziegel und Fensterläden an der Fassade sind gerettete Bauteile von Nachkriegssiedlungen, die die Vergangenheit des Geschosswohnbaus zitieren und dem experimentellen Wohnprojekt auf dem Basler Lysbüchel-Areal eine ganz eigene Ästhetik verleihen.
Kleine Häuser für große Tage
Mit dem Kinderhaus Graschuh in Stainz hat Hohensinn Architektur eine Betreuungseinrichtung realisiert, die den Maßstab des Kindes ebenso ernst nimmt wie den des Ortes. Sieben Holzhäuser mit Satteldächern fügen sich zu einem kompakten, zugleich fein gegliederten Ensemble. Aus der Distanz erscheint der Neubau wie ein kleines Dorf am Rand der weststeirischen Siedlungsstruktur; im Inneren entfaltet sich daraus eine differenzierte Lern- und Lebenslandschaft für Kindergarten- und Kinderkrippenkinder.
Holz wird Raum
Manchmal braucht ein Wohnraum keinen Neubau, sondern eine Neuausrichtung. Das Haus Medník von Päivä Architekti ist ein solches Beispiel: Ein kleiner, eigenständiger Baukörper am Rand von Wald und Garten, der nicht mehr Raum schafft – sondern besseren. Zwischen Bestand, Landschaft und Material ist ein Wohn- und Arbeitsort entstanden, der aktuelle Fragen nach Nachhaltigkeit, Nutzung und Atmosphäre in einer klaren architektonischen Geste vereint.
Durch die Blume
Im Gemeinschaftsgarten des Londoner Chase Farm Hospitals ist ein beweglicher Pavillon entstanden, der sich mit den Jahreszeiten verändert und erblüht. Mit seiner kinetischen Fassade öffnet sich The Blooming Shed zum parkähnlichen Grünraum und unterstützt damit einen wichtigen Therapieansatz: Natur als Medizin.
Die Spirale am Hang
Mit dem Wohnhaus Bergspirale in Weiach realisierte BE Architektur GmbH unter der Leitung von Boris Egli ein privates Plusenergiehaus, dessen räumliches Konzept direkt aus der steilen Hanglage entwickelt wurde. Der Neubau nutzt das Gefälle nicht nur als topografische Vorgabe, sondern übersetzt es in eine fortlaufende innere Erschließung über Split-Level.
Haus der Übergänge
Nahe dem Attersee, in Abtsdorf, realisierte die Architektin Anna Kovacs mit ihrem Büro NANA Architektur ein Wohnhaus, das weit über den Typus des klassischen Einfamilienhauses hinausgeht. Unter dem Titel „Haus am See“ verbindet das Projekt privaten Wohnraum mit Praxis und Ferienwohnung und reagiert damit auf eine Bauaufgabe, die zugleich räumliche Offenheit, funktionale Trennung und ein hohes Maß an Privatheit verlangte. Der Entwurf knüpft an ländliche Bautraditionen an und übersetzt das Motiv des Vierkanthofs in eine reduzierte, präzise gesetzte Architektur.
Weiche Schalen
In einem chinesischen Reistal treffen Stahlcontainer auf pneumatische Wolken und verschieben damit die Definition der Gebäudehülle hin zu einem körpernahen, klimatischen und kulturellen Interface.
Schule nach Maß
Der Bildungscampus Oberwart ist als Schule für einen ganzen Tag angelegt. Am Morgen wird hier Volksschulunterricht gehalten, später übernehmen Nachmittagsbetreuung und Musikschule, am Abend nutzen Musikverein und Sportvereine Teile des Hauses. Das Projekt reagiert damit auf eine Entwicklung, die viele Gemeinden betrifft: Kleine Schulen mit persönlichem Charakter sind im Ganztagsbetrieb wirtschaftlich schwer zu erhalten. Gleichzeitig sollte genau diese vertraute Struktur nicht verloren gehen. Franz&Sue übersetzen den Aufbau kleiner Dorfschulen in eine räumliche Ordnung, die auch im Maßstab eines Campus funktioniert.
Strukturierte Offenheit
Mit dem Projekt John Jay Club Row hat das New Yorker Architekturbüro Shakespeare Gordon Studio einen zentralen Ort für studentisches Engagement am John Jay College of Criminal Justice in Manhattan geschaffen. Die 2024 fertiggestellte Innenraumrenovierung befindet sich im zweiten Obergeschoss des „New Building“, das 2011 von SOM realisiert wurde. Aus einer Folge zuvor voneinander getrennter Räume entstand eine offene, flexible und einladende Suite, die den zahlreichen studentischen Clubs des Colleges eine sichtbare Adresse gibt.
Ein Baukasten für Gemeinschaft
Südwestlich des Wiener Hauptbahnhofs entsteht mit dem „Neuen Landgut“ ein neues Stadtquartier auf einem rund neun Hektar großen Areal. Neben rund 1.500 Wohnungen umfasst die Entwicklung Bildung, Gewerbe, Büros und großzügige Freiräume. Am Bauplatz D12 setzen DTFLR und PLOV Architekten mit B.R.I.O. einen Wohnbau um, der die großen Gegenwartsfragen des geförderten Wohnens bündelt: Leistbarkeit, soziale Durchmischung, klimagerechtes Bauen, Kreislauffähigkeit und eine Architektur, die trotz hoher Systematik nicht schematisch wirkt.
Stiller Dachraum
Das Architekturbüro Turner Architects hat mit „A Ply Loft“ einen zuvor als Stauraum genutzten Dachraum in ein kompaktes Schlaf- und Arbeitszimmer umgewandelt. Der Eingriff nutzt das vorhandene Volumen unter dem Dach und entwickelt daraus einen zurückgezogenen Raum für Ruhe und konzentriertes Arbeiten.








